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Kirchengemeinde sammelt für Bosnien

Großbeeren Kirchengemeinde sammelt für Bosnien

Die Großbeerener Kirchengemeinde hat Spenden für Roma-Kinder in Bosnien gesammelt. Sie lagern derzeit noch im Ort, demnächst wird sich ein Hilfstransport auf den Weg machen.

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Pfarrer Christian Manntz mit den Spenden in der Pfarrscheune.

Quelle: foto: orth

Großbeeren. In der Pfarrscheune stapeln sich Decken, Bettwäsche, Kleidung und Schuhe. Die evangelische Kirchengemeinde in Großbeeren sammelt wieder für ihre Fahrt nach Bosnien. Bereits zum 13. Mal fährt ein Teil der Gemeinde mit Pfarrer Christian Manntz die Spenden auf den Balkan. Der Wille zum Helfen, sagt Pfarrer Manntz, war die Triebfeder des Hilfsprojekts.

Erster Hilfskonvoi 2004

Nach einer ersten Erkundungsfahrt im Frühjahr 2004 ging der erste Hilfskonvoi nach Bosnien. „Die Spannungen unter den ethnischen Gruppen sind noch bemerkbar“, sagt Pfarrer Manntz über die Lage im Land. Manntz nennt als Beispiel dafür die Besetzung der Polizei, die in Srpska und im bosnischen Teil nicht durchmischt, sondern nach Ethnie getrennt agiert. Seit 1995 bildet die Republika Srpska einen selbstverwalteten Zeil der Föderation Bosnien-Herzegowina. Sie wird von der serbischen, orthodoxen Bevölkerung dominiert, während muslimische Bosnier und katholische Kroaten die übrige Föderation bewohnen. Seit 2004 besteht eine Partnerschaft der Kirchengemeinde mit dem Verein „Südost Europa Kultur“ und dem Amt für Soziale Wohlfahrt im bosnischen Bijeljina, einer Stadt mit rund 130 000 Einwohnern in der Republika Srpska. Der Verein „Südost Europa“ fördert die Versöhnung der ethnischen Gruppen.

Besondere Unterstützung für Roma-Kinder

Besondere Unterstützung durch die Großbeerener finden dort auch die Roma-Kinder. Für 300 Kinder wird in der Pfarrscheune gepackt. Rund 15 Prozent der Gesamtbevölkerung besteht aus den Roma. Über die Carepackete können sich 100 Bedürftige freuen. Enthalten sind Hygieneartikel, Tee, Kekse, Waschmittel, Bettwäsche und vor allem Kleidung.

Hilfe für Senioren

So findet auch das Das „Graue Haus“ Unterstützung. Das ist eine Wohnbaracke für Senioren ohne familiäre Anbindung. „Die Armut ist dort sehr groß“, erklärt Manntz. Zwischen dem 18. und 65. Lebensjahr gibt es keine staatlichen Zuwendungen. Für eine Elterninitiative behinderter Kinder werden Rollstühle verladen.

Die Fahrt ist nach Bosnien war dabei nicht immer leicht. Es fiel mal ein Wagen aus, die Wartezeit am Zoll kann acht Stunden betragen. Mit einem 40 Tonner geht es diesmal los, den das Unternehmen DAF aus dem nahen Güterverkehrszentrum für den Hilfskonvoi kostenfrei zur Verfügung stellt.

Info: Spenden für die Fahrt können noch bis zum Sonntag abgegeben werden. Besonders benötigt wird Kinderbekleidung ab dem Schulalter.

Von Krischan Orth

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