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Kita-Kinder besuchen Senioren

Jüterbog Kita-Kinder besuchen Senioren

Altern gehört zum Leben. Scheu vor älteren Menschen braucht niemand zu haben. Auch das Thema Demenz ist längst allgegenwärtig, nicht nur am 21. September, dem Weltalzheimertag. Die Partnerschaft zwischen Senioren und Kitas hat sich bewährt – zum Beispiel in Jüterbog.

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Günter Schenke bringt die Kugel sicher ins Ziel.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. In Deutschland leben gegenwärtig fast 1,6 Millionen Demenzkranke, zwei Drittel davon sind über 80 Jahre alt. 2050, so die Befürchtungen der Deutschen Alzheimergesellschaft, könnten rund drei Millionen Deutsche darunter leiden. Vor welche Herausforderungen die Betroffenen und ihre Angehörigen gestellt sind, lässt sich mit solch nüchternen Zahlen nicht erfassen. Seit 1994 gilt der 21. September als Weltalzheimertag, der sich als Anregung versteht, sich dem Thema behutsam zu nähern. „Jung und Alt bewegt Demenz“ lautete die Überschrift des Aktionstages in diesem Jahr.

Begegnung von Jung und Alt als Konzept

Für die Bewohner des Jüterboger Johanniter-Seniorenzentrums war der Besuch der Mädchen und Jungen aus der benachbarten Kita „Zinnaer Tor“ am Mittwoch trotzdem keine Eintagsfliege, sondern gehört seit Jahren zum Konzept des Hauses. Bewegung und Begegnung als wichtige Bestandteile des Lebens erleben Kinder und Senioren mindestens einmal im Monat gemeinsam.

„Die Kinder bringen wieder Leben ins Haus. Manchmal singen sie uns ein Ständchen oder ein Tänzchen, diesmal haben wir zusammen gekegelt“, sagte die 90-Jährige Christa Barthel erfreut über den jugendlichen Schwung, der auf manch Gesicht ein Lächeln zauberte. Von ihrer sportlichsten Seite zeigten sich nicht nur die fünf- und sechsjähriges Steppkes, sondern auch die Damen und Herren im Großeltern-Alter.

Besuche bauen Berührungsängste ab

„Bei Gelegenheiten wie diesen fällt auf beiden Seiten die Barriereangst“, freut sich Einrichtungsleiter Andreas Bellmann, „die Kinder verlieren ihre Scheu vor Menschen, die im Rollstuhl sitzen oder bestimmte Dinge nicht mehr so können, wie Jüngere. Die Älteren erleben einen schönen Tag.“

„Die regelmäßigen Besuche bei den Senioren sind uns und unsere Kindern sehr wichtig“, schildert Erzieherin Ina Schüler, „wenn wir in der Stadt Älteren begegnen, finden es die Kinder normal, dass die sich auch mal anders verhalten. Unsere Kinder sind aufgeklärt.“

Von Uwe Klemens

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