Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Kita-Plätze in Luckenwalde sind knapp

Kinderbetreuung Kita-Plätze in Luckenwalde sind knapp

In Luckenwalde reichen die Kitaplätze derzeit nicht aus. Auch Tagesmütter haben keine freien Kapazitäten. Stadt und Landkreis suchen nach neuen Wegen und unterstützen jetzt ein beispielgebendes Vorhaben des Diakoniewerkes Simeon.

Voriger Artikel
Das Gedächtnis von Blankenfelde
Nächster Artikel
Waltersdorfer ärgern sich über Zerfall

Die Kita „Burg“ ist die größte Kita in Luckenwalde.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. In Luckenwalde sind Kita-Plätze knapp. In fast jeder Einrichtung gibt es Wartelisten. Eine spürbare Entspannung wird erst 2017 nach der Fertigstellung des Neubaus der Evangelischen Kita eintreten, dann stehen 50 zusätzliche Plätze zur Verfügung. „Für jene, die dringend einen Platz brauchen, ist das ein billiger Trost“, räumt Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) ein.

Im Bildungsausschuss erläuterte sie jüngst die Bemühungen, um die Situation zu entkrampfen. So haben die Kitas „Burg“, „Vier Jahreszeiten“ und „Sunshine“ beantragt, vorübergehend ihre Platzkapazitäten um insgesamt 27 Plätze zu erhöhen. Die Bewilligung durch das Bildungsministerium steht noch aus. Auch könnten 30 freie Hortplätze in Krippenplätze umgewandelt werden, doch auch dies muss das Land genehmigen.

Neue Idee: Tagesmutter als Angestellte

Eine Schlappe musste die Stadt hinsichtlich der Kindertagespflegen hinnehmen. Sieben von 14 Tagesmüttern sind ausgebildete Erzieherinnen. Sie hatten sich bereiterklärt, statt der erlaubten fünf Kinder vorübergehend sechs aufzunehmen. Doch Ende Januar erklärte das Jugendamt des Kreises, dass es sich an den Wortlaut des Gesetzes halten und keine Ausnahmen zulassen werde. „Das haben wir zu akzeptieren“, sagte die Bürgermeisterin und stellte eine weitere Idee vor: Neue interessierte Tagesmütter könnten befristet in ein Angestelltenverhältnis aufgenommen werden.

Bislang arbeiten Tagesmütter in Selbstständigkeit. Neue Interessenten scheuen sich davor, Räume vorzuhalten und sich selbst zu versichern. „Man könnte ihnen das Risiko nehmen“, sagte die Bürgermeisterin. Im Diakoniewerk Simeon, dem Träger der Evangelischen Kita, hat sie einen Partner gefunden. In der Dahmer Straße 3 könnte eine Tagesmutter befristet eingestellt werden und später in den Kita-Neubau wechseln. Bewerberinnen werden gesucht.

Landkreis prüft die Voraussetzungen

Die Entscheidung liegt beim Landkreis. Bislang gibt es in Teltow-Fläming kein derartiges Beispiel. „Dieses Modell bietet eine Alternative, der Landkreis unterstützt das Vorhaben“, erklärte Jugendamtsleiter Swen Ennullat gegenüber der MAZ. Ein erstes Vor-Ort-Gespräch fand am Donnerstag statt. Für die Erlaubnis sei aber ein umfangreiches Prüfverfahren der persönlichen, fachlichen und räumlichen Voraussetzungen notwendig. Eine Verfahrensdauer von sechs bis neun Monaten sei nicht unüblich. „Wir müssen natürlich auf die Einhaltung der Qualitätsstandards achten“, teilte Ennullat mit, „aber wir sind zuversichtlich, dieses Betreuungsangebot ab 1. Mai 2016 zur Verfügung stellen zu können.“

Von Elinor Wenke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg