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Teltow-Fläming Kita-Plätze in Luckenwalde sind knapp
Lokales Teltow-Fläming Kita-Plätze in Luckenwalde sind knapp
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04:55 19.03.2016
Die Kita „Burg“ ist die größte Kita in Luckenwalde. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

In Luckenwalde sind Kita-Plätze knapp. In fast jeder Einrichtung gibt es Wartelisten. Eine spürbare Entspannung wird erst 2017 nach der Fertigstellung des Neubaus der Evangelischen Kita eintreten, dann stehen 50 zusätzliche Plätze zur Verfügung. „Für jene, die dringend einen Platz brauchen, ist das ein billiger Trost“, räumt Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) ein.

Im Bildungsausschuss erläuterte sie jüngst die Bemühungen, um die Situation zu entkrampfen. So haben die Kitas „Burg“, „Vier Jahreszeiten“ und „Sunshine“ beantragt, vorübergehend ihre Platzkapazitäten um insgesamt 27 Plätze zu erhöhen. Die Bewilligung durch das Bildungsministerium steht noch aus. Auch könnten 30 freie Hortplätze in Krippenplätze umgewandelt werden, doch auch dies muss das Land genehmigen.

Neue Idee: Tagesmutter als Angestellte

Eine Schlappe musste die Stadt hinsichtlich der Kindertagespflegen hinnehmen. Sieben von 14 Tagesmüttern sind ausgebildete Erzieherinnen. Sie hatten sich bereiterklärt, statt der erlaubten fünf Kinder vorübergehend sechs aufzunehmen. Doch Ende Januar erklärte das Jugendamt des Kreises, dass es sich an den Wortlaut des Gesetzes halten und keine Ausnahmen zulassen werde. „Das haben wir zu akzeptieren“, sagte die Bürgermeisterin und stellte eine weitere Idee vor: Neue interessierte Tagesmütter könnten befristet in ein Angestelltenverhältnis aufgenommen werden.

Bislang arbeiten Tagesmütter in Selbstständigkeit. Neue Interessenten scheuen sich davor, Räume vorzuhalten und sich selbst zu versichern. „Man könnte ihnen das Risiko nehmen“, sagte die Bürgermeisterin. Im Diakoniewerk Simeon, dem Träger der Evangelischen Kita, hat sie einen Partner gefunden. In der Dahmer Straße 3 könnte eine Tagesmutter befristet eingestellt werden und später in den Kita-Neubau wechseln. Bewerberinnen werden gesucht.

Landkreis prüft die Voraussetzungen

Die Entscheidung liegt beim Landkreis. Bislang gibt es in Teltow-Fläming kein derartiges Beispiel. „Dieses Modell bietet eine Alternative, der Landkreis unterstützt das Vorhaben“, erklärte Jugendamtsleiter Swen Ennullat gegenüber der MAZ. Ein erstes Vor-Ort-Gespräch fand am Donnerstag statt. Für die Erlaubnis sei aber ein umfangreiches Prüfverfahren der persönlichen, fachlichen und räumlichen Voraussetzungen notwendig. Eine Verfahrensdauer von sechs bis neun Monaten sei nicht unüblich. „Wir müssen natürlich auf die Einhaltung der Qualitätsstandards achten“, teilte Ennullat mit, „aber wir sind zuversichtlich, dieses Betreuungsangebot ab 1. Mai 2016 zur Verfügung stellen zu können.“

Von Elinor Wenke

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