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Kita-Rausschmiss durch Raue wird geprüft

Dienstaufsichtsbeschwerde in Jüterbog Kita-Rausschmiss durch Raue wird geprüft

Die Jüterboger Stadtverordneten haben eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Bürgermeister Arne Raue zugelassen. Jetzt wird geprüft, ob er sich korrekt verhalten hat, als er ein auffälliges und sich brutal verhaltendes Kind kategorisch von allen städtischen Kitas ausgeschlossen hat. Er verteidigt die Entscheidung mit dem Wohl der anderen Kinder und des Personals.

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Nicht alle Kita-Kinder sind so friedlich. Ein verhaltensgestörtes Kind wurde in Jüterbog aus allen Kitas ausgeschlossen.

Quelle: dpa

Jüterbog. Die Jüterboger Stadtverordneten haben die Bearbeitung einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Bürgermeister Arne Raue (parteilos) beschlossen. Nach MAZ-Informationen fiel das Votum im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung am Mittwoch einstimmig aus.

Großmutter wirft Raue Diskriminierung des Kindes vor

Das Rechtsamt der Stadt wird nun prüfen, ob der Bürgermeister sich korrekt verhalten hat, als er den Betreuungsvertrag eines Kita-Kindes, das dauerhafte und schwere Verhaltensstörungen aufwies, zu recht gekündigt hatte und zugleich alle städtischen Kitas anwies, das Kind nicht aufzunehmen. Von der Beschwerdeführerin, der Großmutter des Kindes, war dem Bürgermeister Diskriminierung vorgeworfen worden. Sie fordert einen Kita-Platz in der Integrationskita „Struppi“ für ihren Enkel.

Die Jüterboger Stadtverordneten lassen die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Bürgermeister zu

Die Jüterboger Stadtverordneten lassen die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Bürgermeister zu.

Quelle: Peter Degener

Raue begründete bereits kurz vor der Sitzung der Stadtverordneten in einer Stellungnahme sein Handeln, über das die MAZ berichtete hatte. „Natürlich bin ich als Bürgermeister sowohl in der Fürsorgepflicht für das städtische Personal als auch für die uns als Stadt anvertrauten Kinder“, teilt Raue mit. „Von dem Jungen wurden sowohl Kinder als auch Kita-Personal zum Teil erheblich körperlich und seelisch verletzt. Dies führte sogar zu einem Krankenhausbesuch“, so Raue weiter, „der Verweis aus der Einrichtung war unumgänglich und umgehend geboten.“

Bürgermeister Arne Raue ist unter Rechtfertigungsdruck

Bürgermeister Arne Raue ist unter Rechtfertigungsdruck.

Quelle: Peter Degener

Er stehe auch dazu, die Großmutter, den Kindsvater und den Jungen selbst unter der Androhung, die Polizei zu Hilfe zu holen, aus der Kita verwiesen zu haben. Laut Raue hätten die Erwachsenen angekündigt, das Kind in der Kita lassen zu wollen, woraufhin er sein Hausrecht habe durchsetzen wollen.

Raue hält eigene Integrationskita nicht für geeignet

Das Kind in die Integrationskita „Struppi“ zu versetzen, lehnt Raue ab. Diese Einrichtung sei für ein gleichberechtigtes Miteinander von Kindern mit und ohne geistige und körperliche Einschränkungen. „Sie ist nicht dazu da, extrem verhaltensauffällige Kinder unterzubringen, die einer Behandlung bedürfen“, so Raue. Das Kind wird derzeit in einer speziellen Einrichtung im Landkreis Barnim betreut.

Von Peter Degener

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