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Teltow-Fläming Kita „Schwalbennest“ 20 Jahre in Vereinshand
Lokales Teltow-Fläming Kita „Schwalbennest“ 20 Jahre in Vereinshand
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00:17 07.02.2016
„Wir sind mit den Kindern fast bei jedem Wetter draußen“, sagt „Schwalbennest“-Erzieherin Sandy Pätsch (r.). Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

Mehr als 500 kleine „Schwalben“ wurden an der Geschwister-Scholl-Straße Ludwigsfelde seit dem Trägerwechsel flügge. Jetzt feiert das „Schwalbennest“, der erste Eltern-Kindergarten im Kreis Teltow-Fläming, 20 Jahre unter Vereinsregie.

Die Erzieherinnen Sandy Pätsch und Astrid Niemeier gehörten 1995 zu den 17 Gründungsmitgliedern des gleichnamigen Vereins. Der übernahm mit Jahresbeginn 1996 die Trägerschaft über die Kindereinrichtung, die schon zu DDR-Zeiten „Schwalbennest“ hieß und bis heute 80 Plätze zur Betreuung der jüngsten Ludwigsfelder bereithält, wie in allen Kitas der Stadt mit Wartelisten. Doch das war nicht immer so.

Astrid Niemeier leitet die Einrichtung und erinnert sich: „Eltern und Personal wollten die Unsicherheit, die damals wegen des Wendeknicks bei den Geburten herrschte, nicht länger hinnehmen.“ Laufend wurde Mitte der 1990er Jahre eine der vormals mehr als zwei Dutzend Kitas in der Autobauerstadt dicht gemacht. „Ständig wurden Kinder und Personal auf andere Einrichtungen verteilt“, erzählt Sandy Pätsch, „das war für die Kinder nicht gut und für uns absolut unbefriedigend. Alle waren verunsichert, es gab kaum noch ein pädagogisches Konzept.“ Aber es gab in der Stadt einen Sozialplan für Kita-Personal. Danach mussten bei Schließungen und Kündigungen oder Versetzungen immer die jüngsten und motiviertesten Erzieherinnen gehen, erzählen die beiden Frauen. Um wenigstens zu versuchen, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, schauten sich Eltern und Erzieherinnen mit der damaligen Leiterin Ramona Schaffenicht landesweit um, denn im Kreis gab es etwas Vergleichbares noch nicht. „Wir waren in Lübben und schauten uns ein solches Projekt an“, sagt die „Schwalbennest“-Chefin.

Heute sind Eltern und Personal froh über den damals mutigen Schritt ins Ungewisse. Das Zahlenverhältnis von drei Kita-Gruppen zu einer Hortgruppe drehte sich zwischenzeitlich mal um, heute gibt es gar keine Hortkinder mehr. Dafür sind die Jüngsten jünger als vor 20 Jahren, seit 2008 werden auch Einjährige betreut. Bezahlt wird das Personal wie das der Stadt. Zu den „Schwalbennest“-Besonderheiten gehören zehn Stunden freiwilliger Arbeitseinsatz, ausländische Patenkinder und die jährliche Theateraufführung der Erwachsenen für die Kinder zum Sommerfest.

Alle wissen, dass das Haus nicht die tollste Ausstattung hat. Das Geld reicht halt immer nur für kleine Schritte. Als nächste Veränderung ist der Garderobenraum dran. „Die Schränke stammen noch aus dem Eröffnungsjahr des Kindergartens, 1968.“ Sandy Pätsch lacht: „Eigentlich gehört einer davon ins Stadtmuseum.“ Doch bevor auch dieser Raum neugestaltet wird, feiert das „Schwalbennest“. Am 11. März treffen sich ehemalige Kinder und Eltern, Vereinsmitglieder und Sponsoren, Erzieherinnen und Personal zur Jubiläumsfeier.

Von Jutta Abromeit

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