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Klab kann weiter Flüchtlingskinder betreuen

Sozialarbeiter fürs Jugendzentrum Klab kann weiter Flüchtlingskinder betreuen

Ausgerechnet zur Zeit des stärksten Zustroms von Flüchtlingen sollte die Sozialarbeiterstelle für Flüchtlingskinderbetreuung im Luckenwalder Klab wegfallen. Doch nach Protest des Trägers, „Die Falken“, rudert der Landkreis zurück. Er findet einen neuen Finanzierungsweg für die Stelle.

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Flüchtlingskinder brauchen besondere soziale Betreuung.

Quelle: dpa

Luckenwalde. Aufatmen bei den Falken. Die halbe Sozialarbeiterstelle im Luckenwalder Freizeittreff Klab, der Jugendorganisation, wird weiter finanziert. So kann vor allem die Jugendarbeit mit Flüchtlingskindern dort fortgesetzt werden.

Dies stand bis Ende vergangener Woche noch in Frage. Jugendamtsleiter Swen Ennulat hatte den Trägerverein des Klab, die SPD-nahe Jugendorganisation „Die Falken“, darüber informiert, dass die Finanzierung der Stelle nach Ablauf eines halben Jahres nicht weiterlaufen werde. Sie erfolgte seit März aus dem Stellenpool für Sozialarbeiter, die man für unvorhersehbaren Bedarf bereithielt. Seit mindestens zwei Jahren kümmert sich der Klab verstärkt um Flüchtlingskinder aus den Übergangswohnheimen. Da die Zahl der Kinder ebenso stetig stieg wie die der in Luckenwalde untergebrachten Flüchtlingsfamilien, wurde die zusätzliche halbe Stelle zunächst für ein halbes Jahr bewilligt.

Nach Angaben der Falken habe das Jugendamt eine Fortsetzung der Finanzierung im Klab mit der Begründung abgelehnt, dass diese Aufgabe künftig von der mobilen Jugendarbeit der Diakonie übernommen werde. Diese, so die Falken, leiste aber eine völlig andere Arbeit und richte sich an pädagogisch schwer erreichbare Jugendliche und Drogenabhängige. Die Arbeit der Falken im Klab richte sich dagegen vor allem an Kinder, denen man einen Rückzugsraum anbiete außerhalb der nicht gerade kindgerechten Heimunterbringung. „Im Klab können sie zur Ruhe kommen und ihre eigenen Aktivitäten planen und durchführen“, schrieb der Falken-Landesvorsitzende Steffen Göths in einem offenen Brief an Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) und an den Jugendhilfeausschuss.

Dieser tagt am Mittwochabend, aber die Landrätin hat bereits eine Entscheidung getroffen. Beim Kreisausschuss vor einer Woche hatte Kreistagsmitglied Detlev von der Heide (SPD) angefragt, warum ausgerechnet diese Stelle eingespart werden soll, die doch zur immer wichtiger werdenden Integration beitrage. „Wir wissen, wie der Klab eingebunden ist in die Kinder- und Jugendarbeit für Flüchtlinge“, sagte Wehlan, die offensichtlich von dieser Entscheidung des Jugendamtes noch nichts wusste. Am Freitag war das Thema auch Gegenstand der Beratung mit den Bürgermeistern. „Hier bestand Einmütigkeit darüber“, berichtete die Landrätin der MAZ, „welche große Aufgabe die Stadt Luckenwalde in der Flüchtlingsfrage übernimmt.“

Ursprünglich hatte der Kreis gehofft, dass die Stadt die Finanzierung der halben Stelle beim Klab übernimmt. Das soll nun aber mit Hilfe der 1,4 Millionen Euro geschehen, die der Kreis für 2015 und 2016 zusätzlich vom Bund für die Flüchtlingsunterbringung und -integration erhält.

Von Hartmut F. Reck

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