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Klage gegen Dresdner Bahn

Lichtenrader kämpfen für Tunnel. Baier: Hoffentlich keine Verzögerung Klage gegen Dresdner Bahn

Es war eins der längsten Planverfahren weit und breit. Nach 19 Jahren hat das Eisenbahnbundesamt Mitte August die Pläne der Bahn zum Ausbau der Dresdner Bahn bestätigt. Und die tragen den Stoff für neue Auseinandersetzungen, denn in Lichtenrade fordert man einen Tunnel. In Blankenfelde-Mahlow hofft man, dass der drohende Rechtsstreit die eigenen Ausbaupläne nicht verzögert.

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Der Blankenfelder Bahnhof wird komplett umgestaltet, wenn die Dresdner Bahn zur Hochgeschwindigkeitsstrecke ausgebaut wird

Quelle: Christian Zielke

Blankenfelde-Mahlow. Die Dresdner Bahn wird ebenerdig ausgebaut. Das hat der Tagesspiegel kürzlich berichtet. Mitte August hatte das Eisenbahnbundesamt (EBA) die Pläne der Deutschen Bahn befürwortet und ein 19 Jahre dauerndes Verfahren zum Abschluss geführt.

Gegen diese Pläne will die „Bürgerinitiative Lichtenrade – Dresdner Bahn“ nun klagen. Jahrelang hat der Verein für einen Tunnel oder Trog gekämpft. Stattdessen will die Bahn nun mit bis zu fünf Meter hohen Schutzwänden den Lärm dämpfen. Damit teile man Lichtenrade in zwei Hälften, lautet das Argument der Tunnelbefürworter. Ortwin Baier (parteilos), Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow äußert Verständnis für die Ängste der Lichtenrader. „Ich wünsche ihnen auf dem Rechtsweg viel Erfolg“, sagte er der MAZ. Gleichzeitig hofft er, dass der drohende Rechtsstreit nicht zu jahrelangen Verzögerungen führt und der Bau des Tunnels an der Karl-Marx-Straße in Blankenfelde wie geplant 2017 beginnt.

Unterdessen wartet man in Blankenfelde-Mahlow nach wie vor auf die Antwort des EBA auf die Stellungnahme vom Februar. In dieser hatte die Gemeindevertretung teilweise heftige Kritik an den Plänen zum Ausbau der Dresdner Bahn geübt und für die Bahnübergänge an Berliner und Trebbiner Straße sowie am Tunnelweg Umplanungen gefordert.

Bis 2023 sollen zwischen Südkreuz und Blankenfelde zwei Fernbahngleise neben der bisherigen S-Bahn-Trasse entstehen. Mit 200 Kilometern in der Stunde werden Schnellzüge Berlin mit Dresden, Prag und Budapest verbinden. Auch der Flughafen BER wird dann im Viertelstundentakt an den Berliner Hauptbahnhof angeschlossen. Im Koalitionsvertrag der Berliner SPD-CDU-Regierung war noch von einem Tunnel in Lichtenrade die Rede. Anfang des Jahres sprach sich Bausenator Andreas Geisel (SPD) aus Kostengründen für den ebenerdigen Ausbau aus. Dieser soll rund 560 Millionen Euro kosten.

Von Christian Zielke

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