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Teltow-Fläming Klarschiff für Wassertouristen
Lokales Teltow-Fläming Klarschiff für Wassertouristen
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12:10 17.06.2013
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ZOSSEN

. Jahrelang war das problematisch bis unmöglich.

Weil die Fahrtrinne unregelmäßig ausgebaggert worden war, betrug die schiffbare Tiefe nur noch 50 Zentimeter. Ab Oktober 2010 ließ das Land Brandenburg die kritischen fünf Kilometer zwischen Schleuse Mellensee und Stadtpark Zossen für 1,5 Millionen Euro (darunter EU-Mittel) entschlammen. Seit Dezember sind die Arbeiten offiziell beendet. Darüber informiert Wolfgang Haas vom Landesumweltamt.

Der Kanal war eigentlich schon im vorigen Sommer für Boote mit einem Tiefgang bis 90 Zentimeter freigegeben. Zum Jahresende verschwand das Absetzbecken für das Schlamm-Wasser-Gemisch. Insgesamt 12 000 Kubikmeter Schlamm waren aus dem Kanalbett gebaggert und in das Absetzbecken auf einem Feld gepumpt worden. Das Spülgut, zum Teil mit Sulfat und Stickstoff belastet, musste dort abtrocknen und landete auf einer Deponie.

Auf 11 000 Metern wurden die Kanalufer mit Faschinen (Reisigbündel) befestigt. Auf Geheiß der Unteren Naturschutzbehörde baute man zwei Brutkammern für Eisvögel ein. Bereichsingenieur Wolfgang Haas: „Eine der Bruthöhlen soll laut Unterer Naturschutzbehörde schon bewohnt sein. Außerdem hat unser Landesumweltamt die Pflege einer Binnensalzstelle in der Nähe des Nottekanals übernommen. Ein Landwirt mäht die Fläche zweimal jährlich in unserem Auftrag.“ Salzstellen sind Biotope, wo die salzhaltigen Ablagerungen des vor Jahrmillionen existenten Zeschsteinmeeres dicht unter der Erdoberfläche liegen und wo seltene Pflanzen wachsen.

Der Nottekanal ist die einzige Landeswasserstraße im Landkreis Teltow-Fläming. Sie gehört zur Schifffahrtsklasse C, erlaubt also den Verkehr von Booten mit einer Maximalhöhe von 2,80 Metern über dem Wasserspiegel. Die Fahrtrinne ist 4,40 Meter breit und 1,10 Meter tief. Das bedeutet Einschiffigkeit.

Zunächst war vorgesehen, bestimmte Zeiten festzulegen, wann Boote in welche Richtung fahren sein dürfen, um Begegnungen zu vermeiden. Man hätte Ampeln und Ausweichbuchten einrichten müssen. „Davon sind wir abgekommen“, so Haas. „So viel Bootsverkehr gibt es hier nicht. Kleine Schiffe kommen gefahrlos aneinander vorbei. Bei der Begegnung mit einem etwas größeren Pott kann das kleine Boot an der Seite warten.“

Möglicherweise im Jahre 2014 könnte in Königs Wusterhausen aber schon wieder Schluss sein mit der lustigen Schipperei. Das Landesumweltamt wartet dringend auf Fördermittel für die Rekonstruktion der dortigen Schleuse. Sie hat Standsicherheitsprobleme, die Schleusenkammer weist Setzungserscheinungen auf.

Bis die Arbeiten beginnen, kann noch viel Wasser den Nottekanal runterlaufen – was hoffentlich zahlreiche Wassertouristen nutzen. (Von Gudrun Schneck)

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