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Klassen werden zusammengelegt

Elternprotest gegen Lehrermangel in Jüterbog Klassen werden zusammengelegt

An der Jüterboger Geschwister-Scholl-Grundschule herrscht Lehrermangel. Deshalb sollen drei 4. Klassen im nächsten Schuljahr zu zwei 5. Klassen zusammengelegt werden. Die Eltern laufen Sturm. Denn in den Klassen sind mehrere Kinder mit erhöhtem Förderbedarf.

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In der Scholl-Grundschule herrscht Unruhe.

Quelle: Martina Burghardt

Jüterbog . Aus drei Klassen werden zwei – damit kann man Geld sparen oder Lehrer, je nachdem, wie man es betrachtet. Deshalb sollen die jetzigen Viertklässler in der Geschwister-Scholl-Schule im nächsten Schuljahr enger zusammenrücken. Die Elternkonferenz wurde Ende März darüber informiert und sind in Aufruhr.

54 Mädchen und Jungen lernen derzeit in drei 4. Klassen (16, 17 und 21 Schüler). Ab August sollen sie in zwei 5. Klassen zu je 27 Schülern aufgeteilt werden. Das Problem: Mehrere Kinder haben einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Offiziell sind es sechs, nach Meinung der Eltern aber mehr, die wegen ihrer Lese-Rechtschreib-Schwäche, einer Rechenschwäche, einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder Aufmerksamkeitsdefizit (ADS) besonderer Betreuung bedürfen.

Die Elternsprecher der betroffenen 4. Klassen sind sich einig, dass sie diese Einsparung – als solche sehen sie die Zusammenlegung – nicht einfach hinnehmen werden. „Darüber sind wir im Dialog mit der Schule, die alle Möglichkeiten ausschöpft“, sagt Manuela Marten. Für Kinder, die ohne Schwierigkeiten lernen, sei die Klassenstärke von 27 akzeptabel, unter diesen speziellen Umständen allerdings nicht. In einem Brief an das Brandenburger Bildungsministerium haben die Elternsprecher Anfang April ihre Bedenken dargelegt, Anfang Mai kam auf nochmalige Nachfrage die Antwort. Alles sei rechtens, ließ Bildungsminister Günter Baaske (SPD) wissen, die Entscheidung sei „im Rahmen eines effektiven Personaleinsatzes verhältnismäßig erfolgt“. Öffentliche und persönliche Interessen seien dabei abgewogen worden.

Tatsächlich hat das Schulamt von Ausnahmeregelungen Gebrauch gemacht. Normalerweise werden in Grundschulklassen, in denen auch Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet werden, 23 Schüler unterrichtet, nicht mehr als vier davon sollten zusätzlichen Förderbedarf haben. Über Abweichungen, so heißt es in der Sonderpädagogik-Verordnung, entscheidet das staatliche Schulamt.

Dort findet am Dienstag, 23. Juni, ein Gespräch mit den Elternvertretern statt, die auch den Schulträger, die Stadt Jüterbog, auf ihrer Seite haben. „Wir möchten das gern im Dialog zwischen Schule, Ministerium und Stadt klären“, sagen Manuela Marten und Susann Thiel. Sie wissen, dass die Scholl-Grundschule nicht als einzige wegen Lehrermangel von Einsparungen betroffen ist. „Wir wünschen uns die Erkenntnis, dass an der Bildung nicht gespart werden darf“, sagt Manuela Marten.

Von Martina Burghardt

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