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Teltow-Fläming Klausdorfer Kleiderkammer gerettet
Lokales Teltow-Fläming Klausdorfer Kleiderkammer gerettet
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05:25 02.04.2016
Freitag bekamen Beate Laser (l.) und Beate Habener den Schlüssel für jenes Klausdorfer Haus, in dem sich die neuen Räume für die Kleiderkammer der Gemeinde Am Mellensee befinden. Quelle: Frank Pechhold
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Klausdorf

Die Kleiderkammer für Asylbewerber und arme Bürger aus der Gemeinde Am Mellensee ist gerettet. Freitag nahmen die ehrenamtlichen Helferinnen Beate Laser und Beate Habener den Schlüssel für die neuen Räume entgegen. Die befinden sich in der Klausdorfer Bahnhofstraße 10 und damit nur rund 600 Meter von der alten Kleiderkammer entfernt.

„Es lohnt sich also doch manchmal, wenn man den Mund aufmacht“, sagt Beate Habener von der Flüchtlingshelfer-Initiative „Menschlich am Mellensee“. Sie sprach wie berichtet Missstände in der alten Kleiderkammer in der Februar-Sitzung der Gemeindevertreter an. Ausgehend davon erschien ein kritischer Beitrag in der MAZ. Geschildert wurde, dass die Kleiderkammer zwar gut mit gespendeten Sachen bestückt, aber räumlich problematisch ist. Darauf hin kündigte Ilona Friedland, Geschäftsführerin der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft am Mellensee (WVaM), den Flüchtlingshelfern die Räume und wies alle Vorwürfe zurück. Friedland zufolge habe man mit der kostenlosen Bereitstellung der Wohnung und der Übernahme der Betriebskosten nur helfen wollen.

Hilferuf an Bürgermeister und Gemeindevertreter

Kurz nach der Kündigung wandten sich die Mitglieder von „Menschlich am Mellensee“ mit einem offenen Brief und der darin enthaltenen Bitte um Hilfe an Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) und die Gemeindevertreter. „Seitdem haben sich viele Leute um eine Lösung bemüht“, so Gemeindevertreter Heiko Winterstein (CDU). Der Rehagener Gastwirt ist auch bei „Menschlich am Mellensee“ aktiv. Bürgermeister Broshog habe Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) bei deren Besuch in der Rehagener Flüchtlingsunterkunft auf das Kleiderkammer-Problem angesprochen, so Winterstein. Gemeinsam sei die Idee entwickelt worden, die Kleiderkammer in einem Gebäude der Arbeitsförderungsgesellschaft Klausdorf (GAG) unterzubringen. Darüber sei man sich mit GAG-Geschäftsführer Holger Schmidt einig geworden. „Die GAG stellt uns die Räume mietfrei zur Verfügung. Alle Kosten für Heizung, Strom und Wasser trägt der Landkreis bis Ende 2016“, so Winterstein.

Nun steht dem Umzug nichts mehr im Wege

„Das ist eine super Sache“, sagt Beate Habener. Das neue Domizil besteht aus zwei rund 30 beziehungsweise 16 Quadratmeter großen Räumen, einem kleinen Abstellraum und einer Toilette. „Ganz wichtig ist, dass die Heizung funktioniert“, so Habener. Dringend benötigt würden robuste Regale aus Holz und Metall. Die Wasseranschlüsse in dem ehemaligen Friseurgeschäft werden noch verkleidet. „Lampen und Stromleitungen prüfe ich mit einem Elektriker“, so Heiko Winterstein.

Nun steht dem Umzug nichts mehr im Wege. Bereits am kommenden Sonnabend sollen die mit Anziehsachen und Spielzeug gefüllten Kartons von der alten in die neue Kleiderkammer gebracht werden. Dabei wollen Asylbewerber aus Rehagen mit anpacken.

Kontakt: www.menschlich-am-mellensee.de

Von Frank Pechhold

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