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Teltow-Fläming „Kleeblatt“-Schüler starten in die Zukunft
Lokales Teltow-Fläming „Kleeblatt“-Schüler starten in die Zukunft
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00:18 21.06.2017
Die neue „Kleeblatt“-Kollektion  – Leni und Enna (r.) halfen Kunst- und Sachkundelehrerin Philine Schierlitz (nicht im Bild) am Samstag beim Verkauf.
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Ludwigsfelde

Der „Kleeblatt“-Grundschule im Ludwigsfelder Stadtteil Nord stehen gravierende Änderungen bevor: Die bisher als verlässliche Halbtagsschule geführte Bildungseinrichtung soll nach den Sommerferien Ganztagsschule sein. Außerdem wird das Gebäude der größten Grundschule in der Autobauerstadt nicht nur saniert, sondern erweitert, auch mit einer Mensa. Das gaben am Sonnabend am Rande des diesjährigen Schul- und Sommerfestes Bürgermeister Andreas Igel (SPD) und Schulleiter Dennis Lindemann bei einem Pressegespräch bekannt.

In einer verlässlichen Halbtagsschule endet die abgesicherte Betreuung der Kinder mittags, „bei uns ist das zurzeit bis nach der sechsten Stunde um 13.25 Uhr“, so Schulleiter Lindemann. Nach den Ferien werde das auf den späten Nachmittag erweitert. „Das ist eine freiwillige Entscheidung unseres Kollegiums. Das ist im Durchschnitt sehr jung und sieht mit diesem Bekenntnis die Chance, unsere Schule voranzubringen“, erklärte er.

Das Profil: Vierfalt und soziales Lernen

Diese Entscheidung sei ein Ergebnis einer Leitbild-Konferenz im März, so der Schulleiter. Dort hatten Lehrer, Eltern, Schüler, Stadt und Schulamt eine Umfrage ausgewertet. Die hatte ergeben: Mit dem Namen Kleeblatt werde der Begriff Glück verbunden, nicht jedoch die Kooperation der vier Partner Stadt, Schule, Junior-Club und Hort mit Vorschule. „Diese Vierfalt und das Profil ,soziales Lernen’ müssen wir deutlicher transportieren“, sagte der Schulleiter. Das gemeinsam gefundene neue Leitbild sei „Bewegte Schule“ und stehe unter dem Motto „bewegt – gesund – lernen“, so Lindemann. Deshalb freue er sich, neben der bereits vielfältigen sportlichen Beteiligung der Schüler an städtischen und regionalen Wettbewerben bald auch den Judoverein Ludwigsfelde auf dem Gelände zu haben (die MAZ berichtete).

An der „Kleeblatt“-Grundschule lernen derzeit etwas mehr als 500 Schüler in 23 Klassen; „maximal 24 wären im Haus möglich“, so Lindemann. Bürgermeister Igel ergänzte: „Mehr sollten es auch nicht werden, damit ein vernünftiges Lernen noch möglich ist.“ Er erklärt, die Schule sei trotz aller Mühe im jetzigen Zustand nicht mehr zeitgemäß, deshalb solle es keine kleinen Sanierungsschritte mit Stückwerk geben, sondern den großen Schritt zum radikalen Umbau für künftige Lernbedürfnisse. Der typische DDR-Doppelschulbau stammt aus dem Jahr 1978.

Kinder sollen sich in der Schule wohlfühlen

Mit im Boot ist bei der Neuausrichtung der „Kleeblatt“-Schule auf das Lernen der Zukunft Schulrätin Corinna Spikermann vom staatlichen Schulamt. So oft wie an dieser Schule sei sie derzeit nirgends. „Wichtig ist, dass ein Standortkonzept gelingt, mit dem eine Schule entsteht, in der sich Kinder wohlfühlen“, erklärte sie. Auf Bitte von Stadt und Schule war sie bei der Leitbild-Konferenz dabei. Förderbevorzugung könne es natürlich nicht geben, so Spikermann, aber als Mediator könne sie helfen

Von Jutta Abromeit

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