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Teltow-Fläming Kleiderkammer vor der Schließung
Lokales Teltow-Fläming Kleiderkammer vor der Schließung
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13:34 11.03.2016
Die ehrenamtlichen Helferinnen Katharina Cyris, Beate Laser und Beate Habener (v.l.) in der Kleiderkammer. Quelle: foto: Gudrun Ott
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Klausdorf

Bis zum 14. März soll die Klausdorfer Kleiderkammer geschlossen werden, so will es die Mellenseer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft. Auslöser war ein Artikel vom 25. Februar in der MAZ. Die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen hatten sich unter anderem über Geruchsbelästigungen im Bad der Wohnung beklagt. Der desolate Zustand des Hauses gäbe Anlass, sich über die Gesundheitsgefährdung der freiwilligen Mitarbeiter und Besucher Sorgen zu machen. Es könne weder geheizt werden, noch würden WCs und Waschbecken zur Verfügung stehen.

Die Wohnungsverwaltung weist die Vorwürfe zurück, und verweist auf die Mietparteien, die im Haus und in der Umgebung wohnen. Nie habe es Klagen gegeben. Das Unternehmen fühlt sich nun in seinem Ansehen grob beschädigt. Geschäftsführerin Ilona Friedland äußerte sich in einem Brief an die Mitglieder von „Menschlich am Mellensee“ unter anderem folgendermaßen: Man habe mit der kostenlosen Bereitstellung der Wohnung lediglich helfen wollen und darüber hinaus anfallende Wasserkosten sowie sämtliche Betriebskostenosten, wie Versicherung, Schornsteinfeger und Grünanlagenpflege übernommen. „Zum damaligen Zeitpunkt ging es nur um eine Kleiderkammer für Flüchtlinge und nicht um eine Kleiderkammer für Bedürftige aus der Gemeinde.“

Aber gerade das ist, worauf die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer stolz sind. „Es kommen eben nicht nur Flüchtlinge, sondern auch Bewohner aus der Nachbarschaft“, erklärt Beate Laser. Sie arbeitet hier ehrenamtlich seit September und erzählt von einer Seniorin mit kleiner Rente, die kürzlich schüchtern anfragte, ob sie vielleicht einen warmen Pullover haben könnte. Helferin Beate Habener lobt die große Spendenbereitschaft der Mellenseer und Klausdorfer Bürger und weist auf die vielen guten Gespräche hin, die in den Räumen der Kleiderkammer eben auch stattfinden. „Flüchtlinge kommen mit ihren hochmotivierten deutschen Paten und die Flüchtlingskinder, die ja fasst alle zur Schule gehen, freuen sich, ihre Deutschkenntnisse anwenden zu können.“ Ein kleiner Junge hat Rollschuhe entdeckt und ist glücklich, dass sie ihm passen. Er sagt mehrmals Dankeschön.

„Wo sollen wir nun mit den vielen Spenden hin“, fragt sich Beate Laser. An den Bürgermeister und an die Gemeindevertretung haben die Ehrenamtlichen einen offenen Brief geschrieben und um Hilfe gebeten. Bislang ohne Erfolg. „Da das Problem der sozialen Not von Menschen auch in unserer Gemeinde immer mehr zunimmt, unterstützen wir gern die Gemeindeverwaltung in ihrer Aufgabe, sich angemessen um unsere Mitbürger zu kümmern“, heißt es darin. „Auf einen schnellstmöglichen Lösungsvorschlag warten wir bis heute vergeblich“, sagt Beate Laser. Einen Auszug der Kleiderkammer zum 14. März halten die Frauen für unrealistisch.

Von Gudrun Ott

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