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Kleiner Piks sichert Blutversorgung

Ludwigsfelde Kleiner Piks sichert Blutversorgung

Das DRK hat am Sonnabend zu einem Sondertermin für Blutspender aufgerufen. Wegen der zwei zusätzlichen freien Tage fehlen sonst zu viele Blutkonserven. Insbesondere das universell einsetzbare Null negativ kann knapp werden.

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Blutspenderin Andrea Fröbel und Schwester Birgit Weyerstal

Quelle: Ott

Ludwigsfelde. Für Sonnabend hatte das DRK zu einem Sonder-Blutspendertermin ins Ludwigsfelder DRK-Zentrum gebeten. „Wir freuen uns, dass trotz der bevorstehenden Feiertage viele Spender gekommen sind, denn durch den Karfreitag und den Ostermontag fehlen uns zwei Tage“, sagte Jacqueline Hönicke, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspenderdienst.

650 Konserven werden täglich benötigt

Allein in Berlin und Brandenburg werden täglich 650 Konserven benötigt. DRK-Teamassistent Andreas Fücking ergänzte, dass lediglich ein Prozent von hundert möglichen Spendern tatsächlich Blut spenden. Deutschlandweit ist die Spendenbereitschaft bei jüngeren Menschen gering. Obwohl die Kliniken sparsam mit Blut umgehen, könne es zu Engpässen kommen. Vor allem die Blutgruppe „Null Rhesus negativ“ ist knapp. Nur etwa sieben Prozent der Bevölkerung haben diese universell einsetzbare Blutgruppe, für die es bisher kaum einen Ersatz gibt. „Künstliches Blut wäre eine Alternative“, sagt die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit. Geforscht wird schon lange, die Wissenschaftler arbeiten auf Hochtouren, aber noch kann Kunstblut nicht im OP verwendet werden.

Spenden von 18 bis 72

Oliver Schad berichtete, er habe begonnen Blut zu spenden, als er beim DRK anfing zu arbeiten, denn plötzlich sei ihm bewusst geworden, dass eine Blutspende hilft, Leben zu retten. Schad fährt für den Blutspendedienst die Konserven zu den Arztpraxen, Krankenhäusern und in die Krebskliniken. Blut spenden darf man vom Alter von 18 Jahren an bis ins 72. Lebensjahr. Wer Blut spendet fördert die Regeneration der Blutzellen in seinem Körper, heißt es beim DRK.

Spender aus Überzeugung

Zu den Ludwigsfelder Spendern gehören Andrea und Jörg Fröbel. Für das junge Ehepaar war es am Sonnabend die fünfte Blutspende. Er habe beim ersten Mal Angst vor dem Piks gehabt, erzählte Jörg Fröbel: „Aber die Schwester meinte aufmunternd, das stehen wir zusammen durch.“ Ehefrau Andrea fügte lächelnd hinzu: „Und ich habe zwei Kinder zur Welt gebracht, da ist so ein kleiner Piks nichts.“ René Schulz aus Ludwigsfelde sagte, er spende seit mehr als acht Jahren Blut. „Aus Überzeugung, weil es wichtig ist anderen Menschen zu helfen.“ Alle Spender erhielten ein süßes österliches Dankeschön vom DRK, zudem spendierte die Ludwigsfelder Kristalltherme Gutscheine.

Von Gudrun Ott

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