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„Klingender Jahreswechsel“

Dahme „Klingender Jahreswechsel“

Knallen kann jeder, singen nicht. Eingeladen zur Silvestersingwoche wurde auch in diesem Jahr nach Dahme. Beim Gottesdienst zu Silvester und beim Abschlusskonzert am Neujahrstag ist zu hören, was dabei herausgekommen ist.

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„Klingender Jahreswechsel" im Dahmer Schütz-Saal.

Quelle: Uwe Klemens

Dahme. „Ich bin schon zum siebenten Mal mit dabei und finde, dass das für mich die schönste Art ist, den Jahreswechsel zu begehen“, sagt Sabine Blume, die zu den 40 Hobby-Sängern gehört, die die letzten Tage des Jahres und die Silvesternacht hauptsächlich mit gemeinsamem Gesang verbringen. Eingeladen dazu hat, wie in jedem Jahr, Lothar Kirchbaum, der bis vor zwei Jahren Singwart der evangelischen Landeskirche war, aber trotz Pensionierung nicht von der Musik im Allgemeinen und vom Chorgesang im Speziellen lassen kann.

Von Oper bis Nonsens

1995 lud Kirchbaum als damals frischgebackener Singwart zum ersten Mal zum „Klingenden Jahreswechsel“ nach Dahme ein. Die Silvestersingwoche wurde zum weiteren, wenngleich auch deutlich spaßbetonteren Standbein der von Kirchbaums Vorgänger Volker Ochs begründeten Singwochen-Tradition. Neben dem Erarbeiten anspruchsvoller Kirchenliteratur für den Silvestergottesdienst reicht das Repertoire der vier Singetage von spaßigen Auszügen aus Rossinis Wilhelm-Tell-Oper und Kinderlieder bis zu humorvollem Klangnonsens.

Beim öffentlichen Abschlusskonzert am Neujahrstag um 16 Uhr in dem Heinrich-Schütz-Saal hinter der Dahmer Marienkirche darf sich das Publikum auf einen ebenso stimmungs- wie schwungvollen Mix der musikalischen Stile freuen. „Unser Hauptstück in diesem Jahr ist ein anspruchsvolles, vierstimmiges Te Deum, also ein Gotteslobgesang, danach geht es kreuz und quer durch die Stile“, sagt Kirchbaum, der sich auch schon während der Proben ganz von der humorvollen Seite zeigt und die Sängerschar mit etlichen Anekdoten und Witzen unterhält.

Literatur- und Musikabend als Finale

Für den 65-Jährigen ist dies zugleich eine gute Gelegenheit, sich auf den ebenfalls öffentlichen Abschlussabend am 1. Januar einzustimmen, der zur 23-jährigen Tradition der Silvesterwoche gehört. Ab 19.45 Uhr liest Kirchbaum im Schütz-Saal Texte aus Horst Evers „Früher war mehr Weihnachten“. „Nicht nur Loriotkenner werden dabei auf ihre Kosten kommen“, verspricht Kirchbaum. Musikalisch begleitet wird die Lesung von Singwochen-Teilnehmer Martin Klemens am Klavier. Zwischen den Texten zeigen weitere Instrumentalisten ihr Können. „Der Literatur- und Musikabend ist mein Dankeschön an die Teilnehmer, die mich immer wieder motivieren“, sagt Kirchbaum. „So lange ich kann, mache ich weiter.“

Von Uwe Klemens

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