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Klubhaus 25 Jahre in kommunaler Hand

Ludwigsfelde Klubhaus 25 Jahre in kommunaler Hand

Ohne offizielle Feier verging in der Autobauerstadt Ludwigsfelde ein Jubiläum:

Das Klubhaus ist seit einem Vierteljahrhundert in kommunaler Trägerschaft. Vor 25Jahren war völlig unklar, ob sich die Stadt einen solch unrentablen „Klotz am Bein“ noch würde leisten können.

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Bei der „Licht-an-Party“ Ende Juni 2014 strömten Ludwigsfelder und ihre Gäste ins sanierte Klubhaus, um sich ihre generalüberholte Kultur- und Veranstaltungsstätte anzusehen.

Quelle: Abromeit

Ludwigfelde. Das Klubhaus und Ludwigsfelde – ein kaum zu trennendes Paar. Doch es ist nicht selbstverständlich, dass es dieses Haus mit dieser Funktion noch immer gibt in der Stadt, dass sich eine Gemeinde solch eine kostenintensive Einrichtung über die Wende-Wirren erhielt.

Übergabe am 1. Juli 1991

Vor einem Vierteljahrhundert, mit den Ungewissheiten der Zeit nach dem Mauerfall, stand es auf der Kippe, ob die Autobauerstadt ihr Klubhaus halten kann. Es hätte wie in so vielen anderen Kommunen brachliegen, abgerissen oder zu einem Bankgebäude umfunktioniert werden können. Nun feierten Klubhaus und Kommune fast unbemerkt Silberhochzeit – im Juli war der denkmalgeschützte Bau 25 Jahre in Gemeindehand. Vorher gehörte er wie so vieles in der Stadt zum IFA-Autowerk, Klubhausleiter war damals Wolfgang Eng. Am 1. Juli 1991 ging das Haus per Vertrag von der Firma IFA alt an die Stadt über. Die Fassade wurde erneuert, der Schriftzug „Arthur Ladwig“ war abgeschraubt, die Stadtverordneten suchten einen neuen Namen. Letztlich entschieden sie sich für „Kulturhaus“. Inzwischen schwenkten sie mit der dreijährigen Sanierung von 2011 bis 2014 wieder auf „Klubhaus“ um.

Mit der Wende fiel vieles weg

„Es hat uns damals fast das Herz gebrochen, als immer wieder etwas verschwand aus dem Haus oder wieder eine Nutzung wegfiel“, erzählt Hannelore Schmitz. Die heutige Brunnen-Buchhändlerin war als Angestellte des Autowerks im Direktionsbereich Sozialwesen beschäftigt und für technisch-organisatorische Angelegenheiten zuständig, darunter fielen Klubhaus oder Ferienlager. Sie erinnert sich, dass 1990/91 vieles verschwand, nicht nur Spiegel und Stangen aus dem Ballettsaal.

Teilweise sogar Verkaufsveranstaltungen

Auch ihre Schwester und heutige Geschäftspartnerin Sabine Marx war in Sachen Klubhaus beschäftigt, sie arbeitete in der BGL (Betriebsgewerkschaftsleitung) des Autowerks im kulturellen Bereich, war für Künstler, Zirkelarbeit und Hobbys oder für die Betriebsfestspiele zuständig. Schmitz weiß noch, dass es in den ersten Jahren unter den neuen Verhältnissen auch Verkaufsveranstaltungen im Klubhaus gab. „So bitter es war, aber die Leute mussten doch beschäftigt und bezahlt werden.“

Mehrzweckraum im Keller

Auf einer Titelseite vom Jahrgang 1 des Amtsblatts „Ludwigsfelder Bote“ wird eine „Große Lederverkaufsveranstaltung“ angekündigt. Das ist Vergangenheit, heute hat die Musikschule ihr Domizil nicht mehr hinter dem Bühnenbereich vom großen Saal, sondern im Seitenflügel. In der Sanierungszeit stimmten die Stadtverordneten auch zu, aus einem Kellerbereich einen Mehrzweckraum zu machen. Dort bieten Enthusiasten inzwischen Klubkino-Veranstaltungen an. Und wie früher schon einmal wird es im Klubhaus wieder ein Trauzimmer geben, die Vorbereitungen dafür laufen. Wie Marina Ujlaki, Pressesprecherin der Stadt, auf Anfrage erklärt, seien dafür bereits eine doppelflüglige Brandschutztür mit einer Feststelleinrichtung ausgestattet, die historischen Wandleuchten aus dem Klubhaussaal wurden dort angebracht und es wird zurzeit neues Mobiliar gekauft: Stühle und ein Tisch für die Trauung, Vorhänge und für den Vorraum, ein großer Spiegel sowie drei Stehtische.

Kritik an der Akustik im großen Saal

Zurzeit sind die Stadtväter mit der Akustik im großen Saal noch nicht zufrieden, auch der Klubhaushof mit dem geplanten Amphitheater ist wie berichtet noch nicht fertig.

Doch nach den Worten von Bürgermeister Andreas Igel (SPD) sollen auch diese „Restarbeiten“ in absehbarer Zeit erledigt sein. „Um unserer Verantwortung als Träger des Hauses und für die Bürger von Ludwigsfelde gerecht zu werden, entwickeln wir ein dauerhaft attraktives Angebot für das kulturelle Herz der Stadt“, erklärt Igel gegenüber der MAZ. Und seit 1.Juli gibt es, wie gemeldet, mit Stefanie Hornung eine neue Klubhaus-Leiterin.

Von Jutta Abromeit

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