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Teltow-Fläming Knatternde Trecker-Motoren
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11:55 22.07.2016
Mario Bogen mit Ehefrau Christiane und Kater Lanz auf dem Kramer K 18, der neuesten Errungenschaft des Lynowers. Quelle: Margrit Hahn (2)
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Lynow

Wenn es laut „tuck-tuck-tuck“ macht, ist Mario Bogen in seinem Element. Denn so klingen seine Traktor-Oldtimer, die er auf dem Hof in Lynow hat.

Die neueste Errungenschaft ist ein Kramer K 18. „Den habe ich von einem alten Herrn bekommen, der Jahrzehnte lang damit gefahren ist. Seine Kinder hatten kein Interesse an dem Traktor und so suchte er jemanden, der das gute Stück zu schätzen weiß“, berichtet der Lynower. Er traf den Vorbesitzer beim Treckertreffen in Zöllmersdorf und verhandelte mit ihm.

Ein Pflug für den Lanz Bulldog. Quelle: Margrit Hahn

Der Traktor muss mit einer Zündlunte angekurbelt werden. Das war auch ein Grund das der alte Herr das Fahrzeug seit Längerem nicht mehr nutzen konnte, ihm fehlte die Kraft. Zudem war der Motor defekt. Für Mario Bogen war das kein Problem. Er lud den Kramer Baujahr 1936 auf einen Anhänger und brachte ihn nach Lynow. „So einen habe ich schon immer gesucht. Alles was vor dem Krieg hergestellt wurde, ist gefragt“, weiß Mario Bogen aus Erfahrung. Für ihn ist es ein besonders Schätzchen – schon allein wegen des Original-Mähwerks.

Ehefrau Christiane staunt immer wieder, wie es ihr Mann schafft, jeden Schrotthaufen zum Fahren zu bringen. Die Liebe zu alten Schleppern, Bulldogs und Treckern teilt sie mit ihrem Mann. Beide sind Gründungsmitglieder im Verein Urstromtaler Schlepperfreunde. Christiane Bogen fährt zwar nicht selbst, begleitet ihn aber oft – ebenso wie Kater Lanz. Und sie organisiert alle zwei Jahre das traditionelle Schleppertreffen in Lynow, das im kommenden Jahr am 3. Juni stattfinden wird. Gemeinsam mit den anderen Schlepperfrauen kümmert sie sich ums Essen. Mario Bogen ist stolz darauf, dass Lynow durch die Treffen bekannter geworden ist.

Emblem im Lynower Hof. Quelle: Margrit Hahn

Jetzt in den Sommermonaten ist er mit seinem tuckernden Untersatz überall unterwegs, wo etwas los ist. Vorige Woche fuhr er mit seinem Freund Friedhelm Jänicke aus Buckow nach Axien im Kreis Wittenberg. „Das war toll. Dort haben sich alle wiedergetroffen, die man so kennt“, erzählt Bogen.

An seine erste lange Fahrt nach Leipzig mit dem Famulus erinnert er sich heute noch. Knapp neun Stunden war er mit seinem Schlepperfreund Klaus Boche aus Schöbendorf im strömenden Regen unterwegs nach Leipzig. Sie fuhren durch die Stadt ohne genau zu wissen, wo es langgeht. Aber mit der Gewissheit, dass sie die Blicke auf sich ziehen. „Dass ist der Sinn der Sache. Wir wollen, dass die Leute aufmerksam werden und dann auch die Treffen besuchen“, sagt der Familienvater.

Mit seinem Hang zu alten Landwirtschaftsfahrzeugen hat er auch seine Tochter Johanna angesteckt. Die 18-Jährige hat in diesem Jahr ihr Abitur gemacht und fuhr am letzten Schultag mit Papas Famulus Baujahr 1958 zum Luckenwalder Friedrich-Gymnasium.

Von Margrit Hahn

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