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Teltow-Fläming Kneipennacht schlägt Frost ein Schnippchen
Lokales Teltow-Fläming Kneipennacht schlägt Frost ein Schnippchen
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00:23 08.03.2018
Vom fast leeren Saal zum Kneipennacht-Auftakt ließen „Eric & Kosh“ nicht aus der Fassung bringen. Sogar eine echte Braut hat sich auf die Tanzfläche getraut. Quelle: Uwe Klemens (2)
Jüterbog

Die Idee, Kneipennächte als Rundtour durch die Lokalitäten des jeweiligen Ortes zu organisieren und so dem Publikum eine große Vielfalt musikalischer Stile zu präsentieren, hat seit ihrer Erfindung vor knapp 20 Jahren nichts an Attraktivität eingebüßt. Selbst von den nächtlichen Minusgraden des zurückliegenden Wochenendes in Jüterbog ließen sich die Fans nicht abhalten und bevölkerten bis in die frühen Sonntagmorgenstunden hinein auf ihrer persönlichen Kneipentour die Stadt. Wirte, Musiker und Gäste waren zu frieden.

Schreck in der Kälte

„Nur am Anfang haben wir einen ordentlichen Schrecken bekommen, ob wegen der Kälte gar keiner käme“, erzählt „Damm119“-Wirtin Betti Krähe. Anders als üblich, herrschte eine Stunde nach Veranstaltungsbeginn in den zehn beteiligten Lokalen Übersichtlichkeit. Zwei Stunden später hatten es die Kellner schwer, sich einen Weg durch die Masse zu bahnen.

Die Bands waren überwiegend gute alte Bekannte der Kneipennächte – mit drei Ausnahmen: „Sixty Beats“, die im „Schmied“ bis 1 Uhr für eine volle Tanzfläche sorgten, das Herren-Duo „Eric & Kosh“, das im „Bergschlösschen“ Tanzbares aus ihren Saiten lockte, sowie Alleinstreiter Frank Edge, der schon lange nicht mehr in Jüterbog zu hören war. Ihr Versprechen gehalten, „kein Stück leiser als in den Anfangsjahren“ zu sein, hat die aus der Region stammende Band „Matador“, die es seit 39 Jahren gibt. Heute besteht sie aber bis auf eine Ausnahme aus neuen Mitgliedern. „Matadors“ Geheimnis: ein gelungener Mix aus Virtuosität und Frechheit, mit dem die Musiker quer durch alle Musikgenre streifen.

Vom Boogie bis zu den aktuellen Charts

Vom Boogie bis zu den aktuellen Hitlisten spannte sich auch in den anderen Kneipen der musikalische Kneipennacht-Bogen. Kein Wunder also, dass auch das Publikum aus Fans aller Generationen besteht. Auf der Kneipenwallfahrt zu Fuß oder mit einem der eingesetzten Shuttlebusse wurde jeder fündig.

Eine schöne Erfahrung war die Kneipennacht auch für Einlasserin Melanie, die im „Fuchsbau“ ein wachsames Auge auf das Geschehen hatte. „Alle sind unheimlich entspannt und freundlich“, berichtete die Jüterbogerin, die aushilfsweise zum ersten Mal als Türsteherin fungierte.

Jede Kneipennacht ein Hit

„Mir gefällt in Jüterbog eigentlich jede Kneipennacht“, schwärmte die 19-jährige Antonia Schenke schon nach ihrer dritten Kneipe. Sie hatte mit Freunden dafür sogar den Weg aus Ihlow auf sich genommen. „Am besten ist’s im ,Schmied’, wo die Tanzfläche schön groß ist und eigentlich jeder tanzt. Das hebe ich mir auf bis zum Schluss.“

Richtig Schluss war für Tanzbar-Inhaber Frank Scharmann früh um sechs. Dass dort die Mugge noch weiterläuft, wenn andernorts schon aufgeräumt wird, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Die nächste Kneipennacht ist für den 10. November angekündigt.

Von Uwe Klemens

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