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Teltow-Fläming Königliches Kartoffelfest bei Kaiserwetter
Lokales Teltow-Fläming Königliches Kartoffelfest bei Kaiserwetter
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00:19 21.09.2017
König inspiziert Kartoffelbauern: Dieses Gemälde schenkte der Alte Fritz Gastgeber Peter Kramer (2.v.r.) im Beisein von Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger und Bürgermeister Andreas Igel (l.). Quelle: Frank Pechhold
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Siethen

Der Alte Fritz adelte das Kartoffelfest. Bei Kaiserwetter regierte der Preußenkönig Friedrich II. Sonntag nach Herzenslust auf Peter Kramers Kartoffel-Landhof in Siethen. Hier drehte sich alles um die tolle Knolle.

Siegessicher forderte seine Majestät alias Hermann Lamprecht aus Teltow die Gäste im Wissensstreit über die märkische Kartoffelanbau-Geschichte heraus. „Stellen Sie mir Fragen oder besser noch Fallen! Fallen sind meine Spezialität.“ Starr vor Ehrfurcht hielten sich die Besucher lieber an die schmackhaften Kartoffelgerichte und mit Fragen an das wandelnde Kartoffel-Lexikon vornehm zurück.

Band stimmte extra für das Fest geschriebene „Kartoffellied“ an

Die ständig wachsende Bevölkerung, Getreide-Missernten und Hungersnöte zwangen den König seinerzeit zum Umdenken. Um sein Volk satt zu kriegen, erließ Friedrich der Große am 24. März 1756 den ersten Kartoffelbefehl. „Der Alte Fritz hat verfügt, auf jeder noch so kleinen Fläche Kartoffeln anzubauen“, so Hermann Lamprecht Aber die Bauern weigerten sich beharrlich, Kartoffeln anzubauen. „In den Kirchen wurden Kartoffeln von den Pfarrern sogar als Teufelszeug verdammt“, so Lamprecht. Und das alles nur, weil die Menschen so dumm gewesen seien, Blüten und das giftige Grünzeug anstatt der Erdäpfel zu essen. Deshalb brach sich der Kartoffelanbau erst rund 20 Jahre nach dem königlichen Befehl Bahn. „Majestät hat ja darauf hingewiesen, was er alles so zu seiner Zeit organisiert hat“, sagte Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD). „Wir sind heute in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Kartoffel in Brandenburg beheimatet bleibt“.

Auf der Bühne stimmte die Band das extra für das Fest geschriebene „Kartoffellied“ an. Zur Melodie der Volksweise „Auf de schwäbsche Eisebahne“ wurde sieben Strophen lang für jeden Wochentag ein Gericht in den höchsten Tönen gelobt. Die dritte Strophe mit der Zeile „Mittwoch wollen wir mal versuchen/den Kartoffelreibekuchen“ war ganz nach dem Geschmack von Gastgeber Peter Kramer. „Kartoffelpuffer mit Apfelmus ist meine Lieblingsspeise.“ Auch sonst komme jeden Abend ein Kartoffelgericht auf den Tisch. Kartoffeln mit Schnitzel mag Jörg Vogelsänger am liebsten. „Die Kartoffeln für zu Hause kaufe ich möglichst beim Direktvermarkter. Das ist meine Aufgabe, weil ich als Minister sehr viel unterwegs bin“. Auch der Ludwigsfelder Bürgermeister Andreas Igel (SPD) bezieht Kartoffeln über den Händler seines Vertrauens. „Dem sage ich, was wir am Wochenende kochen möchten. Und er bestellt dann die dazu passenden Knollen“. Igel zufolge genieße man Kartoffeln in seiner Familie maßvoll. „Die kommen ein, zwei Mal pro Woche auf den Tisch“.

Jankes aus Trebbin essen am liebsten Pellkartoffeln mit Hering

Peter Janke bevorzugt mittags Salat. Er war mit seiner Frau Claudia aus Trebbin zum Fest gekommen. „Aber sonst sind wir schon Brandenburger, die gerne Kartoffeln essen“, sagte Janke. „Am liebsten Pellkartoffeln und Hering.“

Von Frank Pechhold

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