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Teltow-Fläming Körbaer Teich soll Naturschutzgebiet werden
Lokales Teltow-Fläming Körbaer Teich soll Naturschutzgebiet werden
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00:15 25.04.2017
Eine Infotafel am Teich klärt auf über die Flora und Fauna des Gewässers und des Uferbereiches. Quelle: privat
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Dahme

„Uns auf der Dahmer Seite trifft’s nicht so schlimm, aber den Sinn dahinter verstehen wir auch nicht“, sagt Dahmes Bauamtsleiterin und stellvertretende Amtsdirektorin Christina Denkel. Wie sie, schüttelten die Mitglieder des Ausschusses für freiwillige Aufgaben auf ihrer jüngsten Zusammenkunft beim Thema Körbaer Teich nur mit den Köpfen.

Geht es nach dem Brandenburgs Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL), stehen Teich und Uferbereich des einst von Mönchen angelegten Gewässers bald unter Naturschutz. Grund genug für den Ausschuss, sich mit dem Vorhaben zu befassen, auch wenn es das über Jahrzehnte von der Stadt unterhaltene Naherholungsgebiet heute so nicht mehr gibt, ist vielen Dahmensern der „Körbsche“ genannte Teich immer noch wichtig.

Sinnhaftigkeit wird in Frage gestellt

Unter Anwohnern und Besuchern regt sich seit Bekanntwerden des Planes Widerstand, vor allem auf der Körbaer Seite des auf der Grenze zwischen den Landkreisen Teltow-Fläming und Elbe-Elster gelegenen Gewässers. „Der Teich dient den Ortsansässigen und Gästen als Badegewässer, touristisches Ausflugsziel, Erholungsraum und Angelgewässer sowie selbstverständlich dem Natur- und Landschaftsschutz“, sagt die Schliebener Landtagsabgeordnete Iris Schülzke (BVB/Freie Wähler). Sie hatte deshalb im Landtag eine Anfrage zur der Thematik an die Landesregierung gestellt, in der sie die Sinnhaftigkeit des Vorhabens in Frage stellt.

Antwort möchte Schülzke auch, warum der ohnehin seit Jahren problematische Wasserstand des Teiches künftig sogar noch regelmäßig verringert werden soll. Jahrelang hatte man sich in den Verwaltungen beider Kommunen vergeblich um ein gemeinsames Konzept bemüht, das Wasser und somit den Lebensraum für Biber und andere Tierarten zu erhalten. Dass das Land nun in die entgegengesetzte Richtung steuert, kann man weder im Schliebener Amt auf der Elbe-Elster-Seite, noch in Dahme verstehen.

Land- und Forstwirte, sowie Anwohner wären am meisten betroffen

Auch der Umstand, dass bislang kein einziger Anlieger befragt worden sei, empört nicht nur die Landespolitikerin, die auch die Frage nach Entschädigungszahlungen für Grundstücksbesitzer sowie Land- und Forstwirte in den Raum stellt. Bauverbote und Auflagen bei der Bewirtschaftung träfen diese besonders hart, so Schülzke.

Bereits vor drei Jahren sei Dahmes Amtsverwaltung zu einer Stellungnahme aufgefordert worden und habe sich dagegen ausgesprochen, erläutert Christina Denkel, habe aber seit dem nichts mehr zum Thema gehört. Welche Verbote im Fall eines Naturschutzgebietes auf der Dahmer Seite greifen würden, lässt sich nicht genau sagen. Aufklärung bringen soll ein Bürgerforum, das am 4. Mai um 17 Uhr in der Körbaer Gaststätte „Goldpunkt“ stattfindet. Auch Ministeriumsvertreter sind eingeladen.

Von Uwe Klemens

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