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Kohlgartenweg trägt seinen Namen zu recht

Hohenseefeld Kohlgartenweg trägt seinen Namen zu recht

Der Zustand der Betonpiste, die als Ortsverbindung zwischen Hohenseefeld und Herbersdorf dient und täglich stark genutzt wird, ärgert Autofahrer schon lange. Geld, die Straße in Ordnung zu bringen, hat die Kommune keins.

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Hintereinander geht’s noch relativ gut. Weitaus schwieriger wird’s, zumal bei Glätte, wenn Gegenverkehr naht.

Quelle: Uwe Klemens

Hohenseefeld. Wer sich von Hohenseefeld aus mit dem Fahrzeug auf den Weg ins benachbarte Herbersdorf macht, stellt sein Vehikel hart auf die Probe und braucht, vor allem wenn andere Fahrzeuge entgegen kommen, starke Nerven. Denn die zu DDR-Zeiten in erster Linie für den landwirtschaftlichen Verkehr gebaute Piste besteht aus einspurig verlegten Betonplatten, die sichtlich in die Jahre gekommen sind, worüber sich die meisten Nutzer der beliebten und stark frequentierten Ortsverbindung täglich ärgern. Kohlgartenweg lautet die amtliche Bezeichnung der Straße, was den Zustand ziemlich genau beschreibt.

Jedes Jahr kommen neue Löcher hinzu

„Die Straße ist eine bloße Aneinanderreihung von Schlaglöchern, da seit Jahrzehnten keine Reparatur- oder Ausbesserungsarbeiten durchgeführt wurden“, meldet sich ein erboster Leser in der MAZ-Serie „Schlechteste Straße“ zu Wort. „Der Winterdienst erfolgt in Eigenregie der Gemeinde und fällt damit auch mehr als dürftig aus. Dies führt dazu, dass nach jedem Winter noch mehr Schlaglöcher hinzukommen, die leider auch nie ausgebessert werden, so dass sich der Zustand von Jahr zu Jahr verschlechtert“.

Nicht nur über den Zustand der holprigen Fahrspur ärgern sich die genervten Autofahrer, sondern auch über die Gefahren, die das Ausweichen mit sich bringt. „Ein tiefer Graben am Seitenrand der Straße ist ungesichert, also ohne Leitplanke, so dass ein Hineinrutschen im Winter durchaus möglich ist“, schreibt ein weitere Leser. Da der neben den Betonplatten entstandene „Sommerweg“ immer tiefer ausgefahren wird, ist eine hohe Kante entstanden, die vor allem bei Nässe und Frost die Fahrzeuge ins Schlingern bringt.

Gefährlich, vor allem bei Glätte

Die Gefährlichkeit der Piste bestätigt auch Herbersdorfs Ortsvorsteher Reiner Wäsche, der sich wundert, dass bislang noch kein Auto im Winter in den Graben gerutscht. Er hat das Thema Kohlgarten bereits mehrfach in die Gemeindevertretersitzung eingebracht. Bisher ohne Ergebnis.

„Dort weiß man natürlich, dass die Straße inzwischen ihre Verschleißgrenze erreicht hat, so dass der Kohlgartenweg inzwischen bei den angedachten Straßenbaumaßnahmen ganz weit oben rangiert“, erläutert David Kaluza (parteilos), Bürgermeister in Niederer Fläming, der zugleich auf die klamme Kassenlage und den noch unbestätigten Gemeindehaushalt verweist. „Wenn wir diese Straße tatsächlich angehen, kann das nur über Fremdmittel, sprich über die Aufnahme eines Kredites funktionieren. Bisher hat die Gemeindevertretung der Verwaltung hierfür aber keinen Arbeitsauftrag erteilt“, so Kaluza.

Sicherheit durch Langsamkeit

Sein Zauberwort für die Nutzer des Kohlgartenweges heißt bis dahin „angepasste Geschwindigkeit“, also maximal, wie erlaubt, 50 Kilometer in der Stunde.

Von Uwe Klemens

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