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Teltow-Fläming Kohlhaas-Proben zum Refo-Jubiläum
Lokales Teltow-Fläming Kohlhaas-Proben zum Refo-Jubiläum
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03:04 28.09.2017
Regisseur Hans-Joachim Frank (2. v. l.) erläutert, wann welche Akteure in einer Szene von welcher Seite erscheinen. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

„Könnt Ihr das Recht nicht erlangen, so ist kein anderer Rat da, denn Unrecht leiden.“ – Der gut gemeinter Rat des Reformators Martin Luther fand nicht den Gefallen des Adressaten. Hans Kohlhase, ein Kaufman und Pferdehändler aus Cölln an der Spree, schlug den Rat in den Wind und ernte dafür den Zorn der Landesherrn Sachsens und Brandenburgs. Warum es so kam und wie Geschichte ausging, hat Heinrich von Kleist in seiner Novelle „Michael Kohlhaas“ ausführlich, wenn auch in leicht abgewandelter Form, beschrieben. Am 30. und 31. Oktober ist die Geschichte als Open-Air-Inszenierung in Jüterbog zu erleben. Die Proben dafür sind in vollem Gange.

Neu-Inszenierung nach 18 Jahren, aber mit anderem Schwerpunkt

Bereits vor gut einem Jahr wandte sich die Stadt wegen des bevorstehenden Reformationsjubiläums an Hans-Joachim Frank, der das Stück vor 18 Jahren schon einmal in ähnlicher Weise in Jüterbog inszeniert hat. Das Schicksal des 1540 am Strausberger Platz in Berlin hingerichteten Gerechtigkeitsfanatikers, ist ein authentisches Streiflicht auf die Verhältnisse zur Zeit der Reformation.

„Anders als bei unserer ersten Inszenierung ’99 stützen wir uns diesmal nicht ausschließlich auf die Theaterfassung des Kleist-Stoffes, sondern weitestgehend auf die Originaltexte und ihre wunderbare Sprache“, sagt Frank, der auch diesmal seinem bewährtem Konzept, Laien und Profidarsteller des von ihm gegründeten Ensembles Theater ’89 gemeinsam auf der Bühne agieren zu lassen. An die 75 Akteure sind im Laufe des dreistündigen Theaterabends zu erleben, nicht mitgezählt all jene, die im Hintergrund für den reibungslosen Ablauf sorgen werden.

Mittelalterliches Ambiente als Kulisse

Neben den etwa zehn Sprecherrollen wird es Gaukler, mittelalterliche Spielleute, Feuerkünstler, Handwerker und Chorsänger geben, die an den fünf Stationen und während der Umzüge von Spielort zu Spielort für die notwendige Atmosphäre sorgen sollen. Der Jüterboger Stadtchor und das Samuel-Scheidt-Ensemble der Nikolaikirchgemeinde gehören ebenso zu den Akteuren, wie die Kutsch-Leute vom Pferdehof Schneider in Grüna, die Schmiede-Familie Brüning aus Altes Lager und der Mietar-Verein aus Oehna. Artisten aus Berlin und die Mittelalter-Band „Raphmines“ komplettieren das Ensemble. Das Gros der sprechenden Darsteller kommt aus der Stadt und den umliegenden Orten. Nach Erkrankung des ursprünglich für die Hauptrolle vorgesehenen Laiendarstellers wird nun Matthias Zahlbaum vom Stammensemble des Theaters ’89 in dieser sprachgewaltigen Rolle zu erleben sein.

Freude über Wertschätzung der Theaterarbeit

Überaus glücklich ist Hans-Joachim Frank über die Wertschätzung, die das Theaterprojekt seitens Stadt, Landkreis, Land und die Stiftung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse erfährt, die sich allesamt auch finanziell an den Produktionskosten beteiligen. Bürgermeister Arne Raue (parteilos) hat für das Theaterspektakel die Schirmherrschaft übernommen und wird die Zuschauer begrüßen. Ordnungsamt, Bauamt und Bauhof sind in die Vorbereitungen involviert.

Von Uwe Klemens

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