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Kohlrabi und Kultur am Marktturm

Luckenwalde Kohlrabi und Kultur am Marktturm

Bei schönem Sommerwetter wurde gestern in Luckenwalder der Markt der Kleingärtner veranstaltet. 800 Sonnenblumen wurden um den Marktturm gebunden. An den Ständen gab es Obst und Gemüse. Wer Lust hatte, konnte sich unter fachlicher Anleitung einen Blumenstrauß binden oder Petra Bittner beim kreativen Schnitzen von Melone oder Kohlrabi zuschauen.

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Großer Andrang beim Luckenwalder Markt der Kleingärtner

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Mit drei Salutschüssen der Luckenwalder Schützengilde wurde der Markt der Kleingärtner am Sonntag um 10 Uhr lautstark eröffnet. Da herrschte schon dichtes Treiben zwischen den Ständen auf dem Markt. Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) bedankte sich bei Werner Fränkler, dem Vorsitzender des Kreisverbandes der Gartenfreunde und den Kleingärtnern für deren Engagement anlässlich der 800-Jahr-Feier der Stadt Luckenwalde. Sie hatten das Fest vorbereitet, die Stände liebevoll geschmückt, Obst und Gemüse mitgebracht und sich einiges einfallen lassen.

Transparent für den Kleingartenverband

Transparent für den Kleingartenverband.

Quelle: Margrit Hahn

Die Bürgermeisterin ging in ihrer Begrüßungsrede auf die Vergangenheit ein: „Die ersten Siedler haben gerodet und gekappt, sie haben gepflanzt, gesät, gezupft und gehegt. Und sie haben Jahr für Jahr gehofft, dass die Ernte gut ausfällt.“ Dabei war Selbstversorgung damals keine bewusste Entscheidung, sondern eine unverzichtbare Notwendigkeit. „Das Luckenwalde lange Zeit als Ackerbürgerstädtchen galt, ist Hinweis darauf, dass Landwirtschaft und Gartenbau über Jahrhunderte eine tragende Säule seiner Existenzsicherung und seines Fortbestandes war“, fügte sie hinzu.

Mit der Industrialisierung verdreifachte sich die Bevölkerungszahl in 50 Jahren auf über 20 000 Einwohner. Ergänzende Formen der Versorgung wurden notwendig. „Ein Lösungsansatz war die Kleingartenidee, die offenbar auch in Luckenwalde auf fruchtbaren Boden fiel“, so die Bürgermeisterin weiter. Es wurden Obst und Gemüse angebaut und der Garten war Ausgleich für beengte Wohnungen und den grauen Arbeitsalltag.

Der Garten dient vorrangig der Erholung

Inzwischen sei der Obst- und Gemüseanbau zur nötigen Eigenversorgung zwar in den Hintergrund getreten, doch die meisten Kleingärtner wissen ihre Früchte zu schätzen, sagte Herzog-von der Heide: „Sie als Kleingärtner sehen sich zu Recht als Teil der Stadt und der Stadtgeschichte, die 1912 mit der Kleingartenanlage Erholung begann.“ 23 weitere Gründungen folgten in Luckenwalde. Der Verband umfasst Sparten mit zusammen 1238 Parzellen.

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Die Stadt Luckenwalde feiert ihre 800-jährige Ersterwähnung – und die Kleingärtner beteiligen sich mit einem eigenen bunten Markt. Am Sonnabend präsentierten sie nicht nur, was alles so in ihren grünen Oasen gedeiht, sondern sie schmückten auch den Marktturm mit Sonnenblumen und sorgten für ein Fest auf dem Marktplatz. Hier die schönsten Impressionen.

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Das Stadtoberhaupt würdigte, dass die Kleingärtner an einem Sonntag, der ideale Gartenbedingungen bot, ihre kleinen Oasen verlassen haben und stattdessen das Gärtnerglück für alle in die Stadt brachten. Zum Dank erhielt der Kreisverband ein Banner, das an die 800-Jahr-Feier der Stadt erinnern soll.

Luckenwalder Rathaus als Geschenk

Werner Fränkler hatte ebenso eine Überraschung. Er schenkte der Bürgermeisterin als Zeichen der guten Zusammenarbeit das Luckenwalder Rathaus im Miniaturformat, das der Kleingärtner Heinz Boßdorf angefertigt hatte. Die Kleingärtner trugen auch erheblich dazu bei, dass die Idee von Stadtmitarbeiterin Michaela Hoffmann , 800 Sonnenblumen um den Marktturm zu binden, verwirklicht werden konnte. Auch viele andere Luckenwalder brachten hunderte von Sonnenblumen, um die Aktion zu unterstützen.

Vertreter der Kleingartenanlage „Harmonie“  mit Früchten und    Chronik

Vertreter der Kleingartenanlage „Harmonie“ mit Früchten und Chronik.

Quelle: Margrit Hahn

Es war nicht nur ein Markt der Kleingärtner, sondern ein großes Fest, das kaum Wünsche offen ließ. Wer Lust hatte, konnte sich unter fachlicher Anleitung einen Blumenstrauß binden. Die Musikerinnen der Band „Brassappeal“ sorgten für Stimmung ebenso wie die Blasmusiker, ein Wolfgang-Petry-Double und all die anderen Künstler. Zum Abschluss wurden 800 Luftballons in den Stadtfarben Blau und Gelb in den Himmel geschickt.

Von Margrit Hahn

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