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Teltow-Fläming Kommandowechsel im Fliegerhorst
Lokales Teltow-Fläming Kommandowechsel im Fliegerhorst
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00:23 06.03.2018
Kommodore Oberstleutnant Christian Meyer (M.) besiegelt die Übergabe des Kommandos von Oberstleutnant Nicolas Bulitz (l.) auf Oberstleutnant Knut Brantin. Quelle: Sven Gückel
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Holzdorf

Dem Fliegerhorst Holzdorf stehende spannende Zeiten bevor. Das war eine der Kernaussagen beim jüngsten Kommandowechsel bei der Lufttransportgruppe. Oberstleutnant Knut Brantin hat nun die Führungsaufgabe übernommen.

Die drei Offiziere, die im Mittelpunkt der Zeremonie Ende voriger Woche standen, kennen den grenzübergreifenden Bundeswehrstandort im Fläming sehr gut. Sie begleiten sich direkt und indirekt auf ihrem beruflichem Werdegang seit 20 Jahren. Sowohl Oberstleutnant Christian Meyer, Kommodore des Hubschraubergeschwaders (HSG) 64, als auch die Oberstleutnante Nikolas Bulitz und Knut Brantin haben in Holzdorf Jahre ihre Dienstzeit verbracht, zuletzt in leitender Funktion.

Holzdorf als Ausbildungsort junger Piloten

Nun übertrug Meyer das Kommando der 1000 Mann starken Lufttransportgruppe 64, als Teil des HSG, von Bulitz an Brantin. „Das HSG 64 ist etwas Besonderes, das kann ich aus eigenem Erleben bestätigen”, sagte Meyer. Und fügte an, dass der größte fliegende Verband der Bundeswehr sich durch die Qualität und Quantität seiner Arbeit auszeichnet, wobei Holzdorf diesbezüglich eine Sonderrolle zufällt. Denn der Platz liegt nicht nur strategisch günstig, er trägt auch maßgeblich zur Ausbildung junger Piloten bei, bildet in seinen Ausbildungswerkstätten Jugendliche aus und ist ein tragender Wirtschaftstruppenteil der Region.

Neue Hubschraubermodelle für den Fliegerhorst Holzdorf

Beide Offiziere haben sich laut Meyer mehrfach im Einsatz als Pilot bewiesen, vor allem Knut Brantin, der unter anderem in Mosambik, im Kosovo sowie mehrfach in Afghanistan tätig war. „Unser Kernauftrag lautet, einsatzbereite Kräfte zu stellen. Das Handwerk beherrschen wir gut, aber auf uns wartet mehr”, hob Brantin in seiner ersten Ansprache hervor. Damit zielte er auf die avisierten neuen Hubschraubermodelle der Bundeswehr am Standort ab. Holzdorf wird der erste Fliegerhorst sein, der diese Maschinen erhält.

Neuer Kommandeur: „Wir müssen mehr fliegen!“

Im Fliegerhorst herrsche ein „bejahender und gelebter Zusammenhalt”, sagte Brantin. Solche Leute brauche die Bundeswehr, so der gebürtige Ascherslebener weiter, der bereits von 2005 bis 2012 und 2016 in Holzdorf Dienst leistete. Gern vernahm die Truppe auch seine Aussage: „Wir müssen mehr fliegen!” Das umzusetzen, werde nicht einfach, da die Entscheidung darüber nicht allein bei den Holzdorfern liege.

Der weitere Weg von Nikolas Bulitz wird ins Ministerium der Verteidigung führen, wo der Generalstabsoffizier vor seiner Versetzung 2014 nach Holzdorf schon einmal war. Hier obliegt ihm die Aufgabe, als Referent an der Steuerung der Einsätze von Spezialkräften der Bundeswehr mitzuwirken.

Erwartungen aus dem zivilen Umfeld

In Holzdorf und Umgebung hat man Bulitz während seiner Kommandeurszeit nur bedingt bis gar nicht wahrgenommen. Dementsprechend groß sind die Erwartungen des zivilen Umfeldes, aber auch der Bundeswehrangehörigen, dass sich das unter Oberstleutnant Knut Brantin fortan wieder ändern wird.

Von Sven Gückel

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