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Teltow-Fläming Kommune will Hort mit Kita bauen
Lokales Teltow-Fläming Kommune will Hort mit Kita bauen
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06:05 18.08.2017
Grundschule und Hort sind in diesem Mellenseer Gebäude untergebracht. Quelle: Jutta Abromeit
Am Mellensee

Ein Hort mit Kindertagesstätte soll in Mellensee gebaut werden. Das beschlossen die Gemeindevertreter Mittwochabend einstimmig. Nun lässt die Kommune bei der Kommunalaufsicht des Landkreises Teltow-Fläming prüfen, ob das Projekt genehmigungsfähig ist. Knackpunkt sind die Kosten in Höhe von 5,5 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um eine von dem Potsdamer Architekten Steffen Pfrogner errechnete und der Gemeinde aufgerundete Summe.

„Niemand bestreitet, dass diese Baumaßnahme notwendig ist“, sagte der Finanzausschuss-Vorsitzende Heiko Winterstein (CDU). Allerdings gebe er zu bedenken, dass der Kostenumfang fast dem eines halben Jahreshaushaltes der Gemeinde entspreche. „Das sollten wir im Hinterkopf haben, wenn wir heute darüber beschließen“.

Jugendamt sieht dringenden Handlungsbedarf

Ursprünglich stand nur ein neuer Hort mit einer Kapazität von 150 Plätzen für die Betreuung von Kindern im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren zur Diskussion. Allerdings könne man mit den vorhandenen Kita-Plätzen in der näheren Zukunft nicht mehr den berechtigten Ansprüchen aller Eltern gerecht werden, so Bürgermeister Frank Broshog (parteilos). „Wir haben vom Jugendamt des Landkreises die Bestätigung erhalten, dass Handlungsbedarf besteht.“ Weil der erwünschte Zuzug junger Familien schneller als gedacht erfolgt, ist nun auch eine Kita mit 50 Plätzen dringend notwendig. Davon sind je 25 Plätze für Kinder im Krippenalter (bis drei Jahre) beziehungsweise im Kita-Alter (bis sechs Jahre) bestimmt. Der Hort-Ersatzbau soll die Situation spürbar verbessern. Während der Schulzeit werden 95  Kinder im Hort und zwei Klassenräumen der Grundschule „Am Mellensee“ betreut, die mit Ausnahmegenehmigung des Landesjugendamtes doppelt genutzt werden dürfen.

Für den neuen Hort erwarb die Gemeinde ein Grundstück nahe der Grundschule.Vorgeschrieben sind in dem Neubau 3,5 Quadratmeter Fläche pro Kind, zuzüglich Flure, Toiletten, Nebenräume. Geplant ist eine Mensa, in der die Grundschüler Mittag essen können. Zurzeit essen die Kinder im Schulkeller. Weiter soll der örtliche Jugendclub „Explosiv“ eine neue Heimstätte erhalten.

Kita-Plätze sind Pflichtaufgabe der Gemeinde

„Für das von den Mitarbeitern der Verwaltung und des Hortes erarbeitete Raum- und Funktionsprogramm bin ich sehr dankbar“, sagte Architekt Steffen Pfrogner. Das Programm war für ihn die Grundlage gewesen, um mit Hilfe von Datenbanken die Kosten für einen nicht unterkellerten, massiven Neubau mittleren Standards zu errechnen: 5,3 Millionen Euro. Diese Summe wurde von der Gemeinde auf 5,5 Millionen Euro aufgerundet, um einen kleinen Puffer zu haben.

Letztlich entscheidet die Kommunalaufsicht darüber, ob die Gemeinde einen Kredit für das kombinierte Hort-Kita-Bauwerk aufnehmen darf. Voraussichtlich müsse man alle Ausgaben auf den Prüfstand stellen, so Broshog. „Wobei wir da über Pflichtaufgaben und freiwillige Aufgaben reden“, sagte Gemeindevertreter Thomas Kosicki (UWG). Man habe gar keine andere Wahl, als neu zu bauen. „Schließlich hat die Gemeinde die Pflicht, genügend Kita-Plätze bereit zu stellen.“

Von Frank Pechhold

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