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Kommunen buhlen um Kreissitz

Luckenwalde / Lübben Kommunen buhlen um Kreissitz

Im Fall einer Fusion der Landkreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald fordern die Luckenwalder Stadtverordneten, dass Luckenwalde Kreisstadt bleibt. Doch die Lübbener Stadtverordneten wollen das für ihre Stadt ebenso. Das große Schaulaufen der Kommunen beginnt.

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Lübben oder Luckenwalde? Beide Kreisstädte wollen ihre Funktion im Falle einer Kreis-Fusion behalten.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Nach dem Willen der rot-roten Landesregierung sollen die Landkreise Teltow-Fläming (TF) und Dahme-Spreewald (LDS) nach der Strukturreform als Großkreis zusammen agieren. Doch die Zukunftspläne der beiden derzeitigen Kreisstädte Luckenwalde für TF und Lübben für LDS gehen weit auseinander. Jede Kommune will ihren Status als Kreisstadt-Standort behalten. Mit einem Unterschied: Während Luckenwalde von den Plänen für eine Fusion beider Landkreise als Prämisse ausgeht, lehnt Lübben eine Zusammenlegung mit Teltow-Fläming kategorisch ab.

Brief an den Landtag und die Regierung

Einstimmig haben die Luckenwalder Stadtverordneten am Dienstagabend per Beschluss einen Brief an den Landtag Brandenburg verabschiedet, in dem sie sich zum Kreisstadt-Status bekennen und den Verbleib als Kreisverwaltungssitz fordern. Unterschrieben wird der Brief von Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD), der Stadtverordnetenvorsitzenden Heidemarie Migulla (Linke) und den Fraktionsvorsitzenden von Linken/Bauernverband, SPD und CDU/FDP. Auf Anregung von Sven Petke (CDU) werden alle 88 Landtagsabgeordneten namentlich sowie Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) und Finanzminister Christian Görke (Linke) angeschrieben.

Gut aufgestelltes Mittelzentrum

In ihrem Appell werfen die Stadtverordneten in die Waagschale, dass Luckenwalde als ein gut aufgestelltes Mittelzentrum die Funktion als Kreisstadt bereits „tadellos ausgefüllt“ habe. Als Verwaltungszentrum, Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandort besitze die Stadt einen Versorgungsbereich, der weit über den im Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg definierten Mittelbereich hinausgehe. „Mit Ausnahme einer Fachhochschule verfügt Luckenwalde über alle Ausstattungsmerkmale eines Mittelzentrums“, heißt es.

Branchenmix mit 8500 Beschäftigungsverhältnissen

Die Kreisverwaltung TF mit 650 Beschäftigten sei in einem 30 Millionen Euro teuren Funktionsbau im Eigentum des Landkreises konzentriert. Auch Finanzamt, Polizei, Amtsgericht und Agentur für Arbeit hätten ihre Dienststellen in der Stadt. „Luckenwalde ist ein erfolgreicher Regionaler Wachstumskern“, heißt es, mit einem ausgewogenen Branchenmix und 8500 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen, davon 4700 Berufspendlern. Den Hinweis auf das Krankenhaus klemmen sich die Luckenwalder lieber, da Lübben mit drei ortsansässigen Kliniken zumindest in diesem Bereich mehr auf dem Punktekonto hätte.

Lübben lehnt eine Fusion von LDS mit TF ab

Lübben lehnt eine Fusion von LDS mit TF ab.

Quelle: dpa

Die Lübbener geben sich selbstbewusst. Die Stadtverordneten bekannten sich einstimmig zu Lübben als Kreisstadt eines eigenständigen Landkreises Dahme-Spreewald und sehen keine Notwendigkeit für eine Veränderung. Der Bürgermeister Lars Kolan (SPD) wird ermächtigt, gemeinsam mit weiteren Amtskollegen gegen die Pläne der Landesregierung vorzugehen.

Von Elinor Wenke

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