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Schwieriger Umgang mit Militär-Gelände

Kommunen suchen nach Geld und Ideen für den Umgang mit militärischen Liegenschaften Schwieriger Umgang mit Militär-Gelände

Die Konversion bleibt in Teltow-Fläming weiter ein wichtiges Thema. Aber wie und in welchem Tempo Militärbrachen künftig für zivile Zwecke umgewandelt werden können, ist unklar. Denn das Geld ist knapp, EU-Fördermittel fließen dafür nicht mehr. Und Konversion wird schwieriger, weil Flächen meist stark belastet und Gebäude denkmalgeschützt sind.

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Die denkmalgeschützte ehemalige Höhere fliegertechnische Schule in Altes Lager gehört dem Land. Sicherungsmaßnahmen wären dringend nötig.

Quelle: MAZ

Altes Lager. Genug Gründe, weshalb bei der Abschlussveranstaltung am Donnerstag des diesjährigen Konversionssommers allseits zufriedenstellende Antworten ausblieben. Im „Haus“ in Altes Lager trafen sich Vertreter von Kommunen und Fachleute, um die Veranstaltungen der zurückliegenden Monate auszuwerten, 20 Jahre Konversion im Land Brandenburg zu würdigen und Strategien für die weitere Vorgehensweise zu besprechen.

20 Jahre Konversion

  • Von 100.000 Hektar russischen Liegenschaften wurden 90.000 verwertet. 300 Millionen Euro wurden durch den Verkauf eingenommen.
  • 780 Wohnungen sind neu gebaut oder modernisiert worden.
  • 76Millionen Euro wurden für den Abriss ausgegeben.
  • 73 Millionen Euro kosteten bis jetzt Altlasten- und Abfallbeseitigung.

Die meisten Flächen werden zivil genutzt

90 Prozent der ehemaligen russischen Liegenschaften, die das Land im Jahr 1994 vom Bund übernommen hat, werden inzwischen zivil genutzt. Die restlichen zehn Prozent jedoch sind schwer zu vermarkten, wie Herold Quick, Bürgermeister von Falkenberg/Elster und Sprecher des kommunalen Netzwerkes Fokus, sagte.

Staatssekretärin Daniela Trochowski, Fokus-Sprecher Herold Quick und sein Stellvertreter Wilfried Rauhut (v.l.n.r.).

Quelle: MAZ

„Das Land ist sich bewusst, dass Konversion eine wichtige Aufgabe ist“, versicherte Brandenburgs Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski. Im Koalitionsvertrag der Landesregierung tauche jedoch das Wort Konversion nicht auf. Obwohl sie davon ausgeht, dass das Land Mittel zu Verfügung stellen wird, hält die Staatssekretärin es für nicht sehr wahrscheinlich, dass Kommunen ihr eigenes Geld zuallererst in Konversion stecken. Sie nannte Sperenberg als Beispiel für die „besonderen Herausforderungen“.

Wohnungen auf ehemaligen Militärflugplatz in Niedergörsdorf

Immerhin gibt es im Koalitionsvertrag der Bundesregierung eine Vereinbarung zur verbilligten Abgabe von Konversionsliegenschaften an Kommunen. 100 Millionen Euro sollen zur Verfügung stehen. Wem sie nützen, ist bislang unklar. Stefan Regeler von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben konstatierte lediglich, dass noch keine Regelungen getroffen wurden.

Wilfried Rauhut, Bürgermeister der Gemeinde Niedergörsdorf und stellvertretender Fokus-Sprecher, berichtete über die Konversionsgeschichte, die insbesondere den Ortsteil Altes Lager betrifft. Dort wurden bereits vor 1994 die ersten Schritte unternommen, um Gebäude auf dem ehemaligen Militärflugplatz zu Wohnungen umzubauen. Seitdem wurden verschiedene Programme genutzt, um die Lebensqualität in Altes Lager zu erhöhen. Zahlreiche Beispiele führte Wilfried Rauhut an. Mittlerweile zählt Altes Lager 1700 Einwohner. „Man sollte die Fördertöpfe nutzen, die zu der Kommune passen“, sagte er.

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