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Konzept für Sportlerheim Baruth fehlt

Bewirtschaftung unklar Konzept für Sportlerheim Baruth fehlt

Der Baruther Sportverein will sich um Vermietung und Gäste-Betreuung im neuen Sportlerheim selbst kümmern. Wie das geschehen soll, ist noch unklar. Daher bleiben die Mitglieder des Bauausschusses skeptisch.

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Das neue Sportlerheim in Baruth ist fast fertig. Mitglieder des Bildungsausschusses überzeugten sich davon.

Quelle: Andreas Staindl

Baruth. Das neue Sportlerheim in Baruth ist fast fertig. Ende Juni dieses Jahres soll es an den künftigen Nutzer, den Sportverein ( SV) Fichte Baruth, übergeben werden. Doch noch immer fehlt ein schlüssiges Konzept, fehlen belastbare Zahlen, wie das Objekt wirtschaftlich betrieben werden kann.

Die Kegelbahn und der Vereinsraum inklusive kleiner Küche und Tresen sollen nicht nur den Fichte-Keglern, sondern auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Der Sportverein braucht die Einnahmen, um die Miete an die Stadt zahlen zu können, wie der Vereinsvorsitzende Werner Höhmberg sagt: „Wir wollen die Kegelbahn in Eigenregie betreiben, um ein paar Euro zu verdienen.“ Die Kommune ist Eigentümer des Objekts, das für 1,9 Millionen Euro auf dem Sportareal in der Luckenwalder Straße errichtet wurde. Doch wie der Verein die Bewirtschaftung stemmen will, wurde auch in der Sitzung des Bildungsausschusses am Montag nicht deutlich.

Die Abteilung Kegeln will die Bewirtschaftung versuchen, inklusive Vermietung der Bahn und Betreuung der Gäste. „Mehrere Leute unserer Abteilung sind dazu bereit“, sagt Peter Steinhauser. „Wir haben allerdings keine Erfahrung mit einer Bewirtschaftung, müssen austesten, ob es funktioniert.“ Alexandra von Lochow (SPD) reicht das nicht: „Wir brauchen einen konkreten Plan – so wie es ihn in Petkus gibt, da funktioniert es gut.“ Die Stadtverordnete ist skeptisch, ob die Fichte-Kegler die Bewirtschaftung „wuppen können“.

Die Ausschussvorsitzende Marlies Patzer (LOB) versteht nicht, „warum der Baruther Verein nicht längst den Kontakt zum Sportverein in Petkus gesucht hat“. Sie und auch Alexandra von Lochow haben den Eindruck, dass die Kommunikation bei Fichte nicht stimmt. Lothar Klauck, Mannschaftsleiter der Kegler, versucht zu erklären: „Fußballer und Kegler hatten bisher unterschiedliche Spielstätten und wenig miteinander zu tun. Sie müssen jetzt im Sportlerheim zusammengeführt werden“ Für Daniel Schacht (SPD) fängt die Diskussion im Verein „ein bisschen spät an“. Ihm fehle zudem der Elan, dass die Kegler die Bewirtschaftung wirklich wollen. „Fußballer und Kegler als Hauptnutzer des Sportlerheims hätten längst ein Konzept vorlegen müssen“, so Marlies Patzers. Sie ist dafür, den Betrieb der Kegelbahn samt Vereinsraum auszuschreiben, eventuell befristet, der Verein könne später übernehmen.

Auch die Reinigung etwa der Umkleideräume und des Sanitärtrakts ist noch offen. „Vier Grundreinigungen im Jahr, wie vom Verein vorgeschlagen, reichen bei weitem nicht“, sagt die Bauamtsleiterin Birgit Kühne. Und dass die Trainer auch noch Putzaufgaben übernehmen sollen, hält sie für „nicht fair“. Tilo Kannegießer (LOB) ist der Ansicht, dass Fußballer und Kegler sich eine Art Hausmeister suchen müssen. „Nur mit Übungsleitern und Kindern wird das nicht funktionieren.“

Baruths Bürgermeister Peter Ilk (parteilos) sagt, dass die Reinigung ausgeschrieben, die Kosten umgelegt werden könnten. Daniel Schacht ist kein Freund davon. „Der Verein verlässt sich dann darauf. Sauberkeit liegt mir aber am Herzen.“ Peter Ilk erwartet, dass die Vier-Bahnen-Kegelanlage rege genutzt wird: „Traut sich der Verein die Bewirtschaftung zu oder müssen wir ausschreiben?“ Der Verwaltungschef will diese Frage mit den betroffenen Abteilungsleitern diskutieren und ein Ergebnis während der nächsten Stadtverordnetenversammlung präsentieren.

Von Andreas Staindl

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