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Konzeptwerkstatt zur Gestaltung des Birkenwäldchen

Blankenfelde Konzeptwerkstatt zur Gestaltung des Birkenwäldchen

Planer haben Varianten und Szenarien für das Birkenwäldchens in Blankenfelde in einer Konzeptwerkstatt vorgestellt. Einwohner sollten dabei ihre Wünsche und Ideen zur Gestaltung des Areals einbringen. Der Naturcharakter des Wäldchens soll aber erhalten bleiben.

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Gerd Kleyhauer (M.) präsentiert die Ergebnisse der Konzeptwerkstatt.

Quelle: Andrea von Fournier

Blankenfelde. „Ich finde, ein Baumhaus würde hier ganz toll passen. Darum habe ich eins auf dieses dünne Papier gezeichnet“, sagt Fünftklässlerin Emily und weist auf ihre Transparentpapier-Skizze, die an die an eine Tafel zwischen mehreren professionellen Skizzen gepinnt ist. Weil ihr das Aufmalen ihrer Ideen so viel Freude bereitet hat, hat das Mädchen gleich die „Maximal-Spaß-Variante“ entworfen und neben das Baumhaus eine Schaukel und eine Seilbahn gezeichnet.

Keine drastischen Veränderungen

Ganz so drastisch werden die Veränderungen am Blankenfelder Birkenwäldchen sicher nicht ausfallen. Am Mittwoch stand das Areal, der charmant-urwüchsige Grünzug zwischen Käthe-Kollwitz-, Heinrich-Zille- und Matthias-Grünewald-Straße und dem Wohngebiet Rembrandtstraße, zum zweiten Mal im Zeichen des Bürgerbeteiligungsverfahrens zu seiner Gestaltung. Das Büro „gruppe f Landschaftsarchitekten“ aus Berlin, bekannt durch die Leitung des Findungsprozesses für die Umgestaltung der Märkischen Promenade, war von der Gemeinde wiederum mit der Lenkung des Verfahrens beauftragt worden.

Die Mitarbeiter des Büros haben Erfahrung auf dem Gebiet von Planungen mit Bürgerbeteiligung. Als Veranstalter der „Konzeptwerkstatt“, die als zweite Stufe auf Ergebnissen der „Bürgersteiggespräche“ und der Impulswerkstatt Anfang Mai aufbaut, hatten sie ihre Tafeln und Pavillons wieder am Südeingang des Wäldchens aufgestellt und luden Interessierte ein, Fragen loszuwerden, Ideen zu formulieren und über Probleme des Gevierts zu diskutieren.

Sich umschauen und Ideen sammeln

Nicht nur Gespräche mit den Bewohnern stehen an den Werkstatttagen auf dem Programm. Die Büromitarbeiter selbst schauen sich um und sammeln Ideen, die sie mit in den Pool der Anregungen zur Diskussion stellen. So streiften zwei Landschaftsplanerinnen durch das Wäldchen, suchten nach Plätzen, die sich für Aktivitäten oder Gestaltungen eignen würden und brachten sie zu Papier. Eine Mappe mit Skizzen war am Abend entstanden. Übersichtlich präsentierten Gerd Kleyhauer, Bettina Walther und Monika Spoerhase auch visualisierte Ideen und Vorschläge der Gespräche, unterteilt nach möglichen Aktivitäten, Gestaltung und geplantem Charakter des Wäldchens und nach dem Alter der Befragten. Wie zu erwarten sind die Ideen für das Areal bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen weiterhin recht verschieden.

Gerd Kleyhauer beobachtet, dass die Leute sehr offen sind. „Die Mitgestalter sind realistisch in den Zielen.“ Die Landschaftsplaner haben bei allen Vorschlägen auch Gemeinsamkeiten herausgekitzelt. Den Naturcharakter des Wäldchens wollen Alt und Jung erhalten, Jugendliche wünschen sich mehr Veränderung. Eine bessere Beleuchtung wäre für Kinder auf dem Schulweg ebenso wichtig wie für Erwachsene. Papierkörbe sollten dem „wilden Entsorgungsbedürfnis“ der Besucher Rechnung tragen. Auch Bänke wünschen sich alle. „Die sollen unbedingt der Umgebung angepasst sein, also aus Baumstämmen oder robustem Holz bestehen“, fasste Bettina Walther zusammen.

Abschlusswerkstatt im Juli

Ältere Besucher hoffen, dass die Sitzgelegenheiten nicht so tief und mit Arm- und Rückenlehnen versehen sind. Die Wünsche nach kleinen Aktionsinseln wie einer überarbeiteten BMX-Strecke und einem Baumhaus kann Katja Grassmann (SPD), Vorsitzende des Jugendausschusses, gut nachvollziehen. „Das Haus sollte nicht völlig geschlossen und irgendwo mitten im Unterholz stehen“, sagte Ortsvorsteherin Hannelore Pappschik (BB), die Missbrauch und Vandalismus fürchtet. Die Kinder wünschen sich das Haus jedoch entfernt des Hauptwegs. Radfahrer und Hundebesitzer werden in das Konzept einbezogen, ebenso die Bewohner mit Behinderung des geplanten Neubaus der Wohnungsbaugesellschaft Wobab an der Käthe-Kollwitz-Straße. Mitarbeiter der „Gruppe f“ werden drei Varianten der Gestaltung – „Basic“, „Hot Spots“ und „Zwei Seiten“ – zu Papier bringen und auf der Abschlusswerkstatt präsentieren. Die findet am 18. Juli von 18 bis 20 Uhr in die Ingeborg-Feustel-Grundschule in Blankenfelde statt.

Von Andrea von Fournier

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