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Konzert der Kleinen

Jüterbog Konzert der Kleinen

Jüterboger Kreismusikschüler haben jetzt Kostproben ihre Könnens gegeben. Sie musizierten beim Frühlingskonzert der Musikschule, das den Titel „Haste Töne“ hatte. Die Musiklehrerinnen betonen, dass derartige Auftritte nicht zuletzt für das Selbstbewusstsein der Kinder wichtig seien.

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Am Ende des Konzerts erhielten die jungen Musiker von Lehrerin Birgit Katterwe eine Rose als Dankeschön – und natürlich jede Menge Applaus.

Quelle: Iris Krüger

Jüterbog. „Haste Töne?“, so lautete die Frage, die sich am Sonnabend wieder einmal beim Frühlingskonzert der Jüterboger Kreismusikschüler stellte. Ganz klar, ja! Denn davon haben sie eine ganze Menge. Seit Dezember sind die Mädchen und Jungen dabei, für ihren ganz großen Auftritt auf der Bühne der Kultureinrichtung zu proben, um dann mit ihren Liedern das Publikum zu begeistern.

Die Veranstaltung, zu der immer im Frühling eingeladen wird, hat bereits Tradition. Seit etwa zehn Jahren wird sie von Elena Tabakova und Birgit Katterwe organisiert, beide sind Lehrerinnen an der Kreismusikschule Teltow-Fläming, Außenstelle Jüterbog.

Sichtbar aufgeregt

Bei dem Auftritt dürfen die Kinder und Jugendlichen zeigen, was sie schon drauf haben. Schon Tage zuvor waren alle sichtbar aufgeregt. So wie die zehnjährige Lea Herrmann aus Jüterbog, die gemeinsam mit ihrer Schwester Lara nun auf der Bühne steht. Beide durften bisher nur in der Musikschule ihr Können vorführen. „Das ist schon etwas Besonderes“, gesteht ihre Mutter Steffi Herrmann. „Obwohl Lea gut vorbereitet ist und jeden Tag übt, hat sie ganz großes Lampenfieber.“ Im Gegensatz zu ihrer großen Schwester nimmt die achtjährige Lara alles gelassen. „Das wird bestimmt Spaß machen“, sagt sie bloß. Steffi Herrmann ist auf jeden Fall stolz auf ihre Töchter: „Ich bin selber nicht so musikalisch. Ich kann zwar Noten lesen, aber kein Instrument spielen.“ Dennoch mache es ihr viel Freude, wenn alle Zuhause gemeinsam musizieren, erzählt sie.

Auch die achtjährigen Zwillinge Hannah und Chiara Ortscheid gehören zu den Schülerinnen, die vor dem Publikum auftreten. Da sie bereits im vergangenen Jahr im Kulturquartier zum Frühlingskonzert auf der Bühne standen, sind sie schon „echte Profis“. Ihre Mutter Susan Ortscheid ist dennoch aufgeregt: „Man kann erst durchatmen, wenn alles reibungslos verlaufen ist“, gesteht sie. Doch mit ihrer Angst ist die Mutter an diesem Tag nicht allein: Insgesamt acht Familienmitglieder von Hannah und Chiara sind angereist, um der Vorstellung beizuwohnen – und am Ende begeistert Applaus zu spenden.

„Achtung vor der Musik“

„Für mich war es schon immer wichtig, meinen Schülern nicht nur schöne Töne zu vermitteln. Sie sollen Achtung vor der Musik bekommen, Achtung vor der eigenen Leistung und der Leistung der anderen“, sagt Birgit Katterwe nach dem Konzert. Musik bereichere das Leben und sei Balsam für die Seele, so ihre Devise. Sie helfe auch in schwierigen Situationen. „So motiviere ich meine Schüler, ihr Instrument zu spielen, wenn sie gestresst sind. Somit können sie sich unverhofft etwas Gutes tun“, so die Lehrerin. Viele seien diesem Ratschlag bereits gefolgt.

„Außerdem finde ich es wichtig, dass sie über kurz oder lang ihre eigene Musik spielen. Ich brauche keine Kopie von mir“, erläutern sie ihr Konzept. „Sie sollen sich selber in der Musik finden. Die Schüler erhalten den Raum, sich frei zu entfalten“. Somit würde auch deren Selbstständigkeit gefördert, fügt sie hinzu. Für das Selbstbewusstsein seien auch die Auftritte bei Konzerten wichtig. „Für die Schüler ist das jedes Mal wie eine Prüfung. Sie müssen vor anderen Leuten etwas darbieten und sind auf sich allein gestellt. Eine Situation, in die sie noch ganz oft in ihrem Leben kommen werden, auch wenn es dann nicht ums Musizieren geht. Das förderten vor allem die Persönlichkeit“, ist sie überzeugt.

Auch in einem Ensemble zu spielen müsse erlernt werden. „Dabei schwingen zahlreiche menschliche Sozialformen mit, denn es werden verschiedene Rollen übernommen. Einer muss führen, der andere folgen. Das ergibt dann ein harmonisches Zusammenspiel.“ So entstehe auch ein positives Zusammengehörigkeitsgefühl, weiß Birgit Katterwe. Wie harmonisch alle miteinander musizierten, davon konnte sich das Publikum am Sonnabend überzeugen und ging anschließend beschwingt nach Hause, voller Stolz auf den Nachwuchs.

Von Iris Krüger

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