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Teltow-Fläming Konzert von Purple Schulz
Lokales Teltow-Fläming Konzert von Purple Schulz
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02:15 10.05.2017
Der Sänger Purple Schulz bei seinem Konzert in Zossener E-Werk am Freitagabend. Quelle: Gudrun Ott
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Zossen

Zum Konzert von Purple Schulz am Freitagabend kamen sowohl Besucher, die ihn noch aus den 1980er Jahren kennen und auf Lieder wie „Verliebte Jungs“, „Sehnsucht“ und „Kleine Seen“ hofften, als auch jene, die neugierig waren auf Neues. Auf ihre Kosten kamen alle, denn der Sänger moderierte in gewohnt lockerer Art das Konzert und erfüllte auch Publikumswünsche.

Die neuen Songs stammen vom jüngsten Doppelalbum „Der Sing des Lebens“. Das ist das 14. Album und gilt als das politischste des Künstlers. Der Song „Das ist die Zeit“ thematisiert den Anschlag vom 19. Dezember 2016 auf dem Berliner Weihnachtsmarkt. An den Texten habe seine Frau Eri intensiv mitgearbeitet, verriet der 61-Jährige, der mit bürgerlichem Namen Rüdiger heißt. Den Namen Purple gaben ihm Freunde wegen seiner Begeisterung für die Rockband Deep Purple.

Das Publikum singt lautstark mit

Zusammen mit seinem Sohn Ben nahm der Sänger 2008 die Single „Wir haben alle was zu sagen“ auf. „Es ist eine Zeit, in der zu viel gequatscht wird“, sagte Purple Schulz und kündigte den Titel „Es reicht“ an. Das Publikum sang lautstark mit.

Purple Schulz präsentierte sich witzig, frech und mitreißend. Die Motzenerin Beate Sauerbrei zeigte sich angenehm überrascht von den tiefgründigen neuen Liedern. „Sie lassen mich die Dinge mitdenken, die in der Welt geschehen.“ Und Purple Schulz selbst erklärte: „Singen verbindet.“ Er erschien nach der Pause kostümiert. Das Motto: Migranten ohne Kanten. „Wir werden das schaffen, das hat schon Mutti gesagt, es wird gelingen, wenn wir alle fröhlich singen“, heißt es im Lied. Der Künstler aus Köln ist poetisch, politisch und auf natürliche Art unterhaltsam.

Stehende Ovationen für den Musiker

An Gitarren, Banjo und Violinen brillierte Markus Wienstroer. Der Musiker begleitet Purple Schulz seit zwei Jahren. Standing Ovations gab es nach dem Konzert. Das war genauso zu erwarten wie der dicht umlagerte Stand, an dem der 61-Jährige CDs und auch sein Buch „Sehnsucht bleibt“ signierte.

„Das Buch ist eine Art Autobiografie und liest sich wie ein gut erzählter Roman“, schwärmte eine Berlinerin. Und Stefan Christ, Ortsvorsteher von Glienick, fasste zusammen, was wohl alle Besucher empfanden: „Es war ein tolles Konzert.“

Von Gudrun Ott

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