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Koordinator für Flüchtlingsfragen

Luckenwalde schafft neue Vollzeit-Stelle Koordinator für Flüchtlingsfragen

Die Stadt Luckenwalde will Flüchtlingen bei ihrer Eingliederung besser unterstützen und schafft dafür eine neue Stelle. Gesucht wird ein Koordinator oder eine Koordinatorin für Flüchtlingsintegration – eine „Superman-Stelle“, sagt die Bürgermeisterin.

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Flüchtlingsunterkunft in Luckenwalde.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Die Stadt Luckenwalde will erstmals einen Koordinator oder eine Koordinatorin für Flüchtlingsintegration einstellen und dafür eine neue Vollzeit-Stelle schaffen. Im Stadthaushalt werden dafür Aufwendungen in Höhe von 11 800 Euro für ein Vierteljahr und 47 200 Euro für die Folgejahre eingeplant. Die Ausschreibung soll umgehend auf den Weg gebracht werden. Die Stadtverordneten votierten am Dienstagabend einstimmig für das Vorhaben.

Die Integration von Flüchtlingen sei eine Herausforderung mit hohem Stellenwert, bei der nicht auf bewährte Muster zurückgegriffen werden könne, weil es sie noch nicht gebe, begründete Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) ihren Beschlussvorschlag. Bloßes Abwarten helfe nicht. Da die Menschen nun einmal in Städten und Gemeinden leben, müssten Verwaltung, politische Verantwortungsträger und Bürger an pragmatischen Lösungen mitwirken. „Ein Schritt in die richtige Richtung ist es, wenn sich die Stadt Luckenwalde der freiwilligen Aufgabe annimmt, bei der Koordinierung verschiedener Integrationsbemühungen zu helfen und dafür eine Stelle zu schaffen“, so die Bürgermeisterin weiter.

Der Stellenplan 2015 muss deshalb nicht über den Haufen geworfen werden. Darin ist noch eine bislang unbesetzte Stelle enthalten, um auf ein angekündigtes Programm vorbereitet zu sein, mit dem der Landkreis die Sozialarbeit an Grundschulen unterstützen will. Dieses steckt aber noch in der Vorbereitung. Die nicht besetzte Stelle soll für den Flüchtlings-Koordinator umgewidmet werden.

CDU-Fraktionschef Sven Petke wollte angesichts des sensiblen Themas sicher gehen, dass nicht „auf einer Seite etwas weggenommen wird, um es an andere Stelle zu verschieben“. Er halte den Bedarf an Schulsozialarbeit weiterhin für sehr hoch.

Herzog-von der Heide relativierte: Über eine weitere Stelle zur Sozialarbeit an Grundschulen könne im Stellenplan 2016 befunden werden. „Die jetzt auszuschreibende Aufgabe ist eine Superman-Stelle. Wir sollten die Latte aber nicht so hoch hängen, dass sich niemand dafür findet. Die einzige Chance besteht in einer unbefristeten Vollzeit-Stelle“, warb sie für ihr Vorhaben.

Für Harald-Albert Swik (SPD) ist ein Koordinator „enorm wichtig und der Zeit angemessen“. Auch er hält es angesichts der Arbeitsmarktsituation für schwierig, die Stelle zu besetzen. „Wir sollten keine Zeit verlieren“, sagte er.

Gesucht wird ein kommunikativer Sozialarbeiter oder Sozialpädagoge mit „konzeptionsstarken Macherqualitäten und Pioniergeist“. Er soll Integrations- und Ausbildungsangebote koordinieren, Mitstreiter gewinnen und Flüchtlinge im Alltag begleiten.

Von Elinor Wenke

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