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Teltow-Fläming Kornelia Wehlan besucht Landwirte
Lokales Teltow-Fläming Kornelia Wehlan besucht Landwirte
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14:45 10.06.2016
Johann Nesges (M.) führt die Gäste durch das Kühlhaus in Heinsdorf. Landrätin Kornelia Wehlan hört aufmerksam zu. Quelle: Andreas Staindl
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Wildau-Wentdorf/Heinsdorf

Teltow-Flämings Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke) und weitere Mitarbeiter der Kreisverwaltung haben am Mittwoch die Schweinemastanlage der Agrar GmbH in Wildau-Wentdorf sowie die Naturfleisch GmbH in Heinsdorf, beide im Amt Dahme, besucht. Der Bauerverband Südbrandenburg hatte eingeladen.

Brandenburgs Bauern kämpfen ums Überleben. Die Preise, die sie für ihre Erzeugnisse erzielen, lassen kaum noch Spielraum zu – schon gar nicht für Investitionen wie Roswitha Wilke sagt. Die Geschäftsführerin der Agrar GmbH müsste modernisieren und investieren, weiß jedoch nicht, ob sich das lohnt. Was die Entscheidung so schwer macht, sind ihr zufolge die immer neuen gesetzlichen Auflagen in kurzer Zeit. Norbert Wilke von der Erzeugergemeinschaft „Fläming-Fleisch“ macht sich Sorgen wegen der langen Transporte der Tiere: „Jedes Schlachttier wird mindestens 170 Kilometer zu einem Schlachthof transportiert.“ Seine Erfahrung: „Wer den Mund aufmacht und die Bedingungen anspricht, wird von der Industrie ausgelistet. Und wenn einer von den Bauern aussteigt, wird der durch einen Niederländer ersetzt. Diese Entwicklung ist nicht aufzuhalten.“

Thomas Göbel will sich diesem Trend aktiv entgegenstellen. „Wir müssen Lobbyarbeit betreiben“, fordert der Vorsitzende des Bauernverbands, „denn alle Produkte unserer Landwirte werden nicht entsprechend ihres Wertes bezahlt. Die Situation ist sehr prekär.“ Er ermunterte die Bauern, die Brandenburger Landpartie an diesem Wochenende zu nutzen, um mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen.

Carmen Lorenz, Geschäftsführerin des Bauernverbands, ahnt, dass das nicht einfach wird, „weil Massentierhaltung derzeit ziemlich in der Diskussion und Kritik ist“. 1500 Mastschweine werden in der Agrar GmbH in Wildau-Wentdorf gehalten. Pro Jahr würden 16 600 Mastläufer produziert. Johann Nesges betreibt einen Schafstall mit Schlachtanlage in Heinsdorf. Mit 4000 Mutterschafen ist er nach eigenen Angaben der größte Schafhalter in Brandenburg. Bis zu 600 Lämmer schlachte er pro Tag, zu Spitzenzeiten an islamischen Feiertagen bis 1000. Neben Lämmer werden auch Ziegen und Rinder in Heinsdorf geschlachtet. 50 Mitarbeiter sind in der Naturfleisch GmbH beschäftigt. Thomas Göbel ist vom Schlachthof „beeindruckt“. Und doch plagen Johann Nesges Sorgen: „Wölfe haben meine Schafe angegriffen. Daraufhin musste ich mir sagen lassen, dass ich zu wenige Hunde habe, um meine Schafe zu schützen. Pro 50 Schafe wird ein Hund gefordert.“ Der Landwirt ist verärgert: „Bei 4000 Schafen müsste ich 80 Hunde haben.“ Carmen Lorenz erwartet, dass das Land Brandenburg betroffene Landwirte präventiv und nach Schäden durch Wölfe unterstützt. Sie machte zudem darauf aufmerksam, dass durch eine Wassermühle in Wildau-Wentdorf Staunässe entsteht und dadurch Ackerland vernässt – Problem für Landwirte. Berndt Schütze vom Landwirtschaftsamt des Landkreises Teltow-Fläming will während der nächsten Grabenschau darauf achten. Landrätin Kornelia Wehlan ist beeindruckt von der „Power“ der Landwirte im Dahmer Land.

Von Andreas Staindl

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