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Kosten für Gemeinderäume sollen steigen

Niedergörsdorf erhöht die Gebühren Kosten für Gemeinderäume sollen steigen

In Niedergörsdorf sollen die Nutzer von gemeindeeigenen Räumen künftig mehr zahlen. So sollen die Ausgaben etwa für Strom gedeckt werden. Der Sozialausschuss hat jetzt eine erste Gebührenordnung verabschiedet.

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Niedergörsdorf. Die Betriebskosten für die gemeindeeigenen Räume steigen und deren Nutzer sollen einen größeren Teil davon tragen. Im Sozialausschuss der Gemeinde Niedergörsdorf hat man sich seit März mehrfach mit dem Thema beschäftigt. Nun liegt eine überarbeitete Entgeltordnung vor, die die Gemeindevertretung im Dezember beschließen soll. Der Sozialausschuss hat zugestimmt. Der Entwurf ist mit der Kommunalaufsicht abgestimmt, einige Formulierungen wurden geändert.

Die Einnahmen betragen aktuell etwa 6000 Euro, die Ausgaben 35.000 Euro. Grundsätzlich steigen die Entgelte für den jeweiligen Raum um 50 Prozent. Küchen werden künftig in der Berechnung nicht mehr berücksichtigt – ob sie genutzt werden oder nicht, spielt deshalb keine Rolle. Damit erübrigen sich auch Diskussionen, die es regelmäßig darüber gab.

Unterschiede werden gemacht zwischen einer „gemeinwesenorientierten“ Nutzung – also Dorffest, Backofenfest, kontinuierliche Treffen der Senioren- oder Jugendgruppen – und privaten Feiern. Es sei nicht die Aufgabe der Gemeinde, einen Raum für Privatveranstaltungen vorzuhalten, der dann auch noch in Größenordnungen gestützt werde, erklärte Hauptamtsleiterin Andrea Schütze. Mit der Erhöhung werden die Kosten allerdings immer noch nicht gedeckt.

Vereine und Gruppen zahlen für die Nutzung gemeindeeigener Räume einen jährlichen Betriebskostenzuschuss von 50 Euro. Das soll auch so bleiben. Andrea Schütze bezeichnete dies als einen „symbolischen Beitrag“. Bei Veranstaltungen wird unterschieden, wer aus dem Ort kommt und ob der Veranstalter Geld verdient oder nicht. Ein Beispiel: Der Feuerwehrverein muss für seine Weihnachtsfeier im gemeindeeigenen Raum 65 Euro bezahlen. Eine vom Ortsvorsteher organisierte Seniorenweihnachtsfeier liegt hingegen im gemeindlichen Interesse, dafür wird also kein Entgelt verlangt.

Die erste Entgeltordnung, die auch die Eintrittspreise im Freibad Oehna regelt, stammt aus dem Jahr 2005, seither gab es mehrere Änderungen. 2008 wurde sie komplett überarbeitet sowie danach erneut mehrmals geändert. Zuletzt betraf dies die Regelungen bezüglich der Trauzimmer.

Ein großer Posten in der Betriebskostenabrechnung der Gemeinderäume ist die Kulturscheune Seehausen. Dort soll künftig bei privaten Veranstaltungen der jeweilige Verbrauch abgelesen werden. Eine Beschäftigte der Gemeindeverwaltung, die sich um die Vermietung kümmert, könne diese Aufgabe mit erledigen, hieß es. Erhöht werden soll nun die Turnhallennutzungsgebühr: Ein Erwachsener zahlt dann drei statt zwei Euro für zwei Stunden, Senioren zwei statt einen Euro. Für Vereine und Kinder gibt es sonst keine Änderungen.

Diskussionen hatte es in der Vergangenheit mehrfach zur Familienkarte im Freibad Oehna gegeben. Besucher würden es immer wieder ausnutzen, dass sie damit einen Euro sparen können, sagte Andrea Schütze. Kinder würden einen Euro pro Tag bezahlen. Dass dann manchmal darüber diskutiert wird, dafür hat man in der Gemeinde, die viel in das Bad investiert, kaum Verständnis.

Von Martina Burghardt

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