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Teltow-Fläming Kostenloses öffentliches Erste-Hilfe-Training
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00:26 01.03.2018
Die Besucher mussten gleich selbst die Praxis proben: Katrin Richter und Otto-Georg Preller-Rohrschneider üben die stabile Seitenlage. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Trotz morgendlicher Kälte strömten am Sonntag früh rund 50 Interessierte vom Kleinkind bis zum Rentner zur Luckenwalder Feuerwache, um an einem freiwilligen und kostenlosen Erste-Hilfe-Training teilzunehmen. Für das gemeinsame Angebot von Feuerwehr, DRK-Kreisverband und Rettungsdienst gab es einen tragischen Anlass: Anfang Februar war ein 65-jähriger Luckenwalder Feuerwehr-Kamerad an einer Bushaltestelle zusammengebrochen und verstorben, während mehrere Passanten und Autofahrer vorbeieilten, ohne zu helfen.

Notarzt David Röschke (r.) gibt Tipps zur Herzdruckmassage. Quelle: Elinor Wenke

„Viele wissen vielleicht nicht, wie sie helfen können und sind einfach unsicher“, sagte Jens Reichwehr, Leiter Feuer- und Zivilschutz in der Stadt, er hatte die außergewöhnliche Erste-Hilfe-Aktion initiiert. Auch Mitglieder der DRK-Ortsverbände Jüterbog und Zossen halfen den Gastgebern.

Notarzt David Röschke stellte gleich zu Beginn klar: „Ob man hilft, liegt nicht im Ermessen des Einzelnen, sondern er ist laut Gesetz dazu verpflichtet.“ Wer achtlos vorbeigeht, obwohl jemand offensichtlich Hilfe braucht, mache sich strafbar, so Röschke. Doch sogleich ermunterte der Experte seine Zuhörer: „Habt keine Angst, etwas falsch zu machen! Traut euch, denn helfen kann jeder.“

Die Besucher lassen sich die Handhabung des Defibrillators erklären. Quelle: Elinor Wenke

Die Grundregel Nummer 1 dürften die Zuhörer nach vielmaligem Üben intus haben: Hilfe rufen. Durch lautes Schreien sollte sich der Ersthelfer weitere Unterstützer suchen und außerdem den Notruf wählen. Der vierjährige John Paul Behrendt erhielt mehrmals Applaus für sein Wissen und sein beherztes Handeln. Denn er konnte nicht nur laut um Hilfe rufen, sondern schmetterte sofort die Notrufnummer in die Runde: 112. „Sein Papa ist bei der Feuerwehr und das Erste, was wir dem Jungen beigebracht haben, ist der Notruf“, erzählte seine Oma Gabriele Behrendt, die gemeinsam mit Enkel, Tochter und Schwiegersohn gekommen war. „Ich hatte meinen letzten Erste-Hilfe-Kurs 1974 und finde dieses Angebot heute großartig“, sagte sie.

Locker und praxisnah

Bei den Erste-Hilfe-Prioritäten 2 und 3 beließ es David Röschke nicht bei der Theorie. Die Herzdruckmassage und die stabile Seitenlage wurden gleich geübt. Egal ob jung oder alt, fit oder gebrechlich, fast jeder musste ran. Diese lockere und praxisnahe Ausbildung kam gut an. Röschke gab ein paar grundlegende Tipps, um sein Publikum dann zu ermuntern: „Ihr werdet instinktiv das Richtige tun.“ Von niemandem werde verlangt, zu beatmen oder nachts allein bei einem Notfall aus dem Auto zu steigen, „aber Hilfe zu rufen“, so Röschke.

Der pensionierte Polizist Wolfgang Haupt verwies auf die Notwendigkeit, der Leitstelle korrekte Angaben über den Unglücksort zu machen. „Die Rettungsstelle wird am Telefon alles genau erfragen“, versicherte Röschke.

DRK-Kreischef Harald-Albert Swik freute sich, „dass auch ängstliche Menschen heute gekommen sind und nun bestimmt etwas mehr Sicherheit haben“. Jens Reichwehr erwägt, das Angebot zu wiederholen und auch die Jüterboger DRK-Kräfte meldeten ihr Interesse an.

Von Elinor Wenke

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