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Kostensteigerung bei Feuerwehrhaus

Neubau in Rangsdorf wird teurer Kostensteigerung bei Feuerwehrhaus

In wenigen Wochen geht das neue Rangsdorfer Feuerwehrhaus in Betrieb. Bei der Abrechnung fiel der Verwaltung auf, dass das mit 1,5 Millionen Euro geplante Gebäude fast zehn Prozent teurer wird. Nun soll geprüft werden, wer dafür verantwortlich ist. Ein Gemeindevertreter vermutet, dass die Firmen bewusst zu niedrige Angebote gemacht haben, um hinterher nachzufordern.

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In den kommenden Wochen soll die Rangsdorfer Feuerwehr in den Neubau an der Ladestraße umziehen.

Quelle: Christian Zielke

Rangsdorf. Zwischen Ratlosigkeit und Empörung bewegte sich die Stimmung auf der Doppelsitzung von Finanzausschuss und Gemeindevertretung in Rangsdorf am Dienstagabend. Grund war die Kostensteigerung beim Bau des Rangsdorfer Feuerwehrgebäudes. Das soll jüngsten Berechnungen zufolge 97 000 Euro teurer werden als ursprünglich geplant.

Ursprünglich hatte die Gemeinde mit 1,56 Millionen Euro geplant, doch bei den Schlussrechnungen für das Gebäude, das in den kommenden Wochen in Betrieb gehen soll, kam zu durchschnittlichen Kostensteigerungen von mehr als zehn Prozent. Für einige Leistungen wie das Dach und den Trockenbau lag die Rechnung fast 20 Prozent über dem Plan. Offenbar wurden beim Bau Fehler gemacht. So gab es Nachforderungen, weil wegen falscher Fenster ein anderer Putz an den Laibungen verwendet werden musste. In den Duschen waren offenbar nicht genügend Fliesen eingeplant. Ein Teil der Gemeindevertreter tat sich schwer mit der Entscheidung für diese überplanmäßige Ausgabe, die einen Teil der Mehreinnahmen von 300 000 Euro aus der Einkommenssteuer wieder auffrisst. Detlef Schlüpen (SPD) verweigerte seine Zustimmung. Er kritisierte vor allem die späte Information: „Wenn der Rohbau, der seit Herbst fertig ist, zwölf Prozent teurer wird, dann hätte man uns das schon vor langer Zeit mitteilen können.“ Auch die Höhe der Steigerung wollte er nicht akzeptieren. „Diese Größenordnungen erschließen sich mir kein bisschen“, sagte Schlüpen.

Matthias Gerloff (Grüne) vermutete sogar, dass die Baufirmen bewusst zu niedrige Kosten angesetzt hätten, um den Zuschlag zu bekommen. „Es scheint, als hätten sich einige das Angebot erschlichen.“ So weit wollte Andreas Muschinsky (CDU) nicht gehen. „Die Leistungen sind erbracht worden, die Firmen haben einen Anspruch auf die Zahlungen. Wenn wir das Geld nicht überweisen, gibt es Ärger“, sagte er. Man könne nur für die Zukunft lernen, damit so etwas nicht erneut passiert. Ralf von der Bank (AfR) nannte die aufgetretene Kostensteigerung „nicht so dramatisch“. Man solle künftig stärker auf das Vier-Augen-Prinzip setzen. Hardy Krückeberg sah keine Alternative als dem Nachschlag zuzustimmen. „Man sollte versuchen, die Schuldigen in Regress zu nehmen. Ich sehe den schwarzen Peter eher bei den Planern.“

Die Verwaltung versprach Besserung. „Vieles war nicht vorhersehbar“, sagte Bauamtsleiterin Simone Götsche. Man werde nun die Rechtmäßigkeit aller Forderungen prüfen. Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) nannte die Situation „äußerst ärgerlich“. „Wir sind dabei aufzuklären und wollen daraus lernen, damit das nicht noch einmal passiert.“ Beim zuständigen Planungsbüro „sta²“ in Königs Wusterhausen wollte man sich gestern nicht zu den Ursachen für die Kostensteigerungen äußern.

Fünf Mal umgezogen

Seit ihrer Gründung 1925 musste die Rangsdorfer Feuerwehr schon fünf Mal ihr Domizil wechseln: vom Dorfanger an die Fichtestraße, dann an die Seebadallee.

Anfang der 1960er Jahre entstand das Spritzenhaus an Groß Machnower Allee, in dem heute die Jugendfeuerwehr untergebracht ist und das direkt an den Neubau grenzt.

Die derzeitige Feuerwache am Pramsdorfer Weg ist für die rund 40 Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr schon seit langem zu eng. Es gibt keine vernünftigen Dusch- und Umziehmöglichkeiten. Wenn die Fahrzeuge das Tor passieren, müssen die Spiegel angeklappt sein.

Der Bauhof soll künftig im derzeitigen Feuerwehrhaus untergebracht sein.

Von Christian Zielke

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