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Teltow-Fläming Kostüme, Accessoires und künstliche Nasen
Lokales Teltow-Fläming Kostüme, Accessoires und künstliche Nasen
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07:00 02.02.2016
Christin Pineda bietet in ihrem Geschäft in der Luckenwalder Gartenstraße eine große Auswahl an Kostümen und Zubehör. Quelle: Foto: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Selbst wenn die Region nicht unbedingt zu den Hochburgen des Karnevals gehört wie Köln oder Mainz – auch wer hier zur Faschingsparty eingeladen ist, will sich verkleiden, je origineller, desto besser.

Im Kostümverleih von Christin Pineda ist deswegen derzeit Hochsaison. Hier finden Jecken alles vom Kostüm, über Perücken, Hüte und Accessoires bis hin zu künstlichen Körperteilen wie Nasen oder Ohren. Je länger man schaut, um so mehr kann man entdeckten. „Manche Kunden können sich gar nicht sattsehen“, sagt Christin Pineda.

Sie hat das „Hobbyland“ erst im August vergangenen Jahres eröffnet. Sie war jahrelang Kundin bei Cornelia Aurisch. Als sich diese entschied, ihr Geschäft aus Altersgründen aufzugeben, wurde eine Nachfolgerin gesucht. Doch erstmal fand sich niemand und so wurden die Räumlichkeiten anderweitig vermietet. Als Christin Pineda überraschend arbeitslos wurde, entschloss sie sich, das „Hobbyland“ fortzuführen. Sie war dort selbst jahrelang Kundin und kannte die Vorbesitzerin. Also suchte sie nach neuen Geschäftsräumen, die sie in der Gartenstraße 2 fand. Auf einer Fläche von 150 Quadratmetern bietet sie jetzt neben Bastelzubehör auch Kostüme an – zum Verkauf oder Verleih. Dieses Jahr ist ihre erste närrische Zeit als Geschäftsfrau.

Eine Kleiderstange mit Kostümen ist bereits für die Jecken reserviert. Dazu gehören Polizeiuniformen, Schneekönigin und Prinzessinnenkleider. Einige Stücke kommen bis zum Rosenmontag noch zurück und haben dann ihre Feier schon hinter sich. „Es sind aber noch genügend Kostüme zur Auswahl da“, sagt Christin Pineda.

Für Kinder stehen die Größen 92 bis 164 zur Verfügung, für Erwachsene von S bis XXL. Allerdings kann sie nicht alle Wünsche erfüllen, Star-Wars-Kostüme gehören noch nicht zum Sortiment. Die sind ihr eine Preisklasse zu hoch, zumal sie einige Stücke in den letzten Tagen kaputt zurückbekommen hat. Bei einem Kostüm war die Naht gerissen, ein anderes wies einen Brandloch auf. „Manches kann repariert werden aber es gibt auch Teile, die ausgemustert werden müssen“, erklärt sie. Und die Mädchen wollen längst nicht nur Prinzessin sein. Die kleinen Damen entscheiden sich auch gern mal dazu in die Rolle der Piratenbraut oder Polizistin zu schlüpfen.

Kostüme können das gesamte Jahr über gekauft und ausgeliehen werden. Vor allem wenn Mottopartys anstehen, kommen die Kunden gern, um sich einzukleiden. „Vor kurzem kamen fünf Männer, die zum Ritteressen gehen wollten und sich etwas Passenden ausgesucht haben“, berichtet sie. Auch wer jetzt in der Fastnachtszeit zempern geht, findet was Originelles. Selbst für eine Hochzeit erwies sich ihr Geschäft als Rettung in letzter Not. Ein Hochzeitsgast wollte sich nicht extra einen neuen Anzug kaufen und wurde bei ihr fündig.

Christin Pineda konnte es kaum erwarten, dass die Faschingszeit beginnt. Sie selbst wird sich zwar nicht in den Faschingstrubel stürzen, aber ihre beiden Töchter Melina und Amanda machen mit. Die Ältere ist am Sonnabend in Kolzenburg beim Zempern dabei, die jüngere will zu Hause mit Freunden eine Faschingsparty feiern.

Die meisten Kunden erzählen ihr, zu welcher Party sie wollen oder berichten, wenn sie das Kostüm zurückbringen, wie es ihnen gefallen hat. „Eine Mutter hatte sich als Kuh verkleidet und jede Menge Spaß gehabt“, erzählt die Unternehmerin. Die 40-Jährige war zehn Jahre in Amerika. Zuerst als Aupair, später studierte sie Lehramt. 2005 kehrte sie nach Deutschland zurück und arbeitete unter anderem als Fremdsprachensekretärin. Basteln gehört zu ihren Hobbys, schon wegen ihrer Töchter. Dadurch weiß sie, was bei Kindern ankommt. Ihre Selbstständigkeit hat sie nicht bereut. Es macht ihr Spaß die Kunden zu beraten. Es kam sogar schon vor, dass gleich jemand im Geschäft gebastelt hat – und sie dabei half.

Von Margrit Hahn

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