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Kräfte sammeln an der Schlachtplatte

Fleischerei Bendig feiert mit Unterstützern Kräfte sammeln an der Schlachtplatte

Eine Entscheidung im Streit über die Küche und die Partys der Fleischerei Bendig im Mahlower Vereinshaus ist bislang nicht gefallen, obwohl das vor Weihnachten hätte passieren sollen. Eine Dankesfeier für seine vielen Unterstützer hat Fleischer Rainer Bendig nun trotzdem gegeben. Die fand am Sonntag in der Gaststätte „Saustall“ statt.

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Fleischer Rainer Bendig (hintem rechts) inmitten seiner Unterstützer.

Quelle: Jutta Abromeit

Mahlow. „Das ist die einzige gute Erfahrung bei dieser ärgerlichen Hängepartie  – dass eine ganze Region hinter mir steht. Das ist schon überwältigend“, sagte der Mahlower Fleischermeister Rainer Bendig gestern im „Saustall“, seiner Biergarten-Kneipe in Bahnhofsnähe. Dorthin hatte er erstmals zu einem Sonntagsbrunch eingeladen. Damit wollte er sich bei seinen Unterstützern im Behördenstreit um die Küchengenehmigung bedanken, vor allem bei der Facebook-Gruppe „Bendig muss bleiben“. Für sie hatte er zwei lange Tische reserviert. Rund 1500 Mitglieder zählt diese Gruppe, etwa 45 von ihnen bezeichnet der 62-jährige Bendig als echte Freunde.

Wie berichtet kann sein überregional bekanntes Unternehmen mit mehr als 80 Mitarbeitern seit Monaten wegen eines Küchenstreits nicht an Nachfolger René Raböse übergeben werden. Bei dem Streit mit den Behörden geht es um die Baugenehmigung der seit mehr als 20 Jahren arbeitenden Küche für Partyservice und Catering. Sie soll ein Schwarzbau sein, weil das Fehlen der Genehmigung in den Umbruchzeiten niemandem auffiel. Außerdem geht es um 20 bis 30 große Feiern pro Jahr im gemeindeeigenen Vereinshaus: Sie sollen gestoppt werden, weil es Nachbarn zu laut ist.

Beide Geschäftsfelder sind wichtige Standbeine für das mittelständische Unternehmen. Würden sie entfallen, wäre die Firmenexistenz gefährdet. Eigentlich hätte in dem Streit bis Weihnachten eine Entscheidung fallen sollen, damit sowohl Beschäftigte als auch alter und neuer Firmenchef zu den Feiertagen Gewissheit hätten. So hatte es Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) angekündigt. Doch noch immer sei das Verfahren nicht abgeschlossen, war die vorerst letzte Nachricht seitens der unteren Bauaufsicht. Bis zum gestrigen Dankeschön-Brunch gab es keine andere Nachricht.

Rainer Bendig versucht ruhig zu bleiben, „aber eigentlich platzt mir der Kragen“, sagte der Firmenchef. „20 Jahre machst du einen offensichtlich anerkannten Job, zahlst Steuern und bildest aus, kriegst aber so ein Papier nicht. Ich verstehe das nicht.“

Dasselbe war am Sonntag an vielen Tischen zu hören. Rund 200 Gäste nahmen die Einladung an. Familien und Freundeskreise genossen das Buffet mit Schlachteplatten. Die Gründer der Facebook-Gruppe sind Sandra Conrad, Carola Henn, Michaela Pfahler, Alexandra Sommer und Daniel Freiherr von Lützow. Die Diedersdorferin Conrad erklärte: „Wir halten alle immer auf dem Laufenden. Das werden wir so lange machen, bis wir unser Ziel erreicht haben  – dass die Firma Bendig bleibt. Das heißt so lange, bis die Küche genehmigt ist und der Pachtvertrag fürs Vereinsheim verlängert wird.“

Von Jutta Abromeit

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