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Kräuter und Pflanzen von A bis Z

Felgentreu Kräuter und Pflanzen von A bis Z

Der Gartenbaubetrieb in Felgentreu mit seiner langen Tradition konnte vor dem endgültigen Aus gerettet werden. Das Unternehmen wird in mehreren Schritten grundsaniert. Der Vertragsanbau für Blumen, Gemüsepflanzen und Stauden wurde wieder aufgenommen. Neben Standardprodukten geht die junge dynamische Führungsriege neue, innovative Schritte.

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Jens Wesemann, Ulrike Schönemann, Uwe Buba und Annemarie Ramm (v.l.) begutachten die Kräuter im Gewächshaus in Felgentreu.

Quelle: Margrit Hahn

Felgentreu. Die Tradition des Gartenbaus in Felgentreu wird von einer neuen Generation Gärtner fortgesetzt. Das Unternehmen Fläming-Blumen Felgentreu setzt mit einem jungen Team auf ökologische Anbauproduktion.

Schon zu DDR-Zeiten war der Gartenbau Felgentreu ein regionaler Spitzenbetrieb mit qualifizierten Fachleuten. Nach der Wende ging er in private Hände über. Doch 2005 kam das Unternehmen in Turbulenzen. Vor zwei Jahren wechselten die Eigentümer und das Geschäftsmodell. Der neue Inhaber, Wilhelm Wilderink aus Potsdam, begann mit der völligen Modernisierung, die sich voraussichtlich bis Ende kommenden Jahres hinziehen wird. Er setzt auf ein junges dynamisches Team. Mit neuen Anbauprodukten wollen Gartenbauingenieur Jens Wesemann, Diplombiologin Annemarie Ramm und Geo-Ökologin Ulrike Schönemann den regionalen Markt erobern.

Das Unternehmen zählt mit Saisonkräften derzeit 22 Mitarbeiter. „Wir suchen dringend qualifizierte Gärtner“, sagt Uwe Buba,, der dem Unternehmen als Berater zur Seite steht. Otto Schulze, der zu DDR Zeiten den Gartenbaubetrieb leitete, bringt seine Erfahrungen ehrenamtlich mit ein. Inzwischen ist auch der einstige Azubi Jens Wesemann, nach Studium und Arbeit in einem Züchtungsbetrieb wieder in die Region zurückgekehrt und übernahm im vergangenen Jahr die Produktionsleitung in Felgentreu. Sein Steckenpferd sind Ayurveda und Heilkräuter.

Beim Blick in die Hallen sieht man, dass es ohne moderne Technik nicht geht. Mit der Topfmaschine können 2500 bis 3000 Töpfe pro Stunde befüllt werden. Auf Chemieeinsatz wird verzichtet. Das junge Team setzt auf biologischen Pflanzenschutz. In den vergangenen Tagen wurden 10 000 Basilikumpflanzen an die Märkte der Region geliefert. Gut 30 000 Kräutertöpfe darunter Basilikum, Rosmarin, Thymian, Salzkraut, Melisse, Dill, Pfefferminze und Stevia verlassen jede Woche die Gewächshäuser in Felgentreu. Neben der Kräuterproduktion werden auch Saisonpflanzen produziert. Das Angebot reicht von Stiefmütterchen, Primeln, Geranien, Beetpflanzen bis hin zu Stauden. Blumen und Kräuter sind strikt voneinander getrennt.

Farbenprächtig das Pflanzenangebot

Farbenprächtig das Pflanzenangebot

Quelle: Margrit Hahn

Mit dem neuen Konzept verbunden sind Umweltfreundlichkeit, umweltschonende Produkte, moderne Technik und Regionalität. „Für den Bereich der Kräuterproduktion konnten Forschungseinrichtungen aus der Region Berlin-Brandenburg gewonnen werden“, sagt Buba, „es wird auch darüber nachgedacht, Laborräume anzumieten, um die Forschung auf dem Gebiet der Qualität und der Wirkstofferhöhung voranzubringen.“ Es gibt eine Vision, die ihm und seinen Mitstreitern vorschwebt. Sie wünschen sich, dass von der Spreewaldgurke über Fläming-Kräuter und dem Beelitzer Spargel bis zum Werder-Obst eine Tourismustour mit Regionalprodukten angeboten wird.

Die gesamte Betriebsfläche in Felgentreu beträgt 60 000 Quadratmeter, die Hälfte davon ist unter Glas. Interessenten können dort große Kübelpflanzen überwintern lassen. Dafür sollte man sich spätestens im September anmelden. Wer Pflanzen erwerben möchte, kann den Hofverkauf nutzen, Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr.

Von Margrit Hahn

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