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Kraftfahrer missachten Absperrungen

Verkehrsanarchie in Löwendorf Kraftfahrer missachten Absperrungen

Verkehrschaos, wenn nicht gar Verkehrsanarchie herrschte am Wochenende in Löwendorf. Dort wurde die Ortsdurchfahrt der B246 für zwei Tage gesperrt, damit eine durchgehende Straßendecke aufgebracht werden konnte, die aber erst aushärten musste. Doch die Durchreisenden umfuhren oder beseitigten sogar die Absperrungen. Jetzt sind Rillen in der neuen Fahrbahn.

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Diese Motorradfahrer missachten die Straßensperrung in Löwendorf und hinterlassen Spurrillen im frischen Straßenbelag.

Quelle: privat

Löwendorf. Die einen berichten von einem absoluten Verkehrschaos, die anderen sprechen von einer regelrechten Verkehrsanarchie in Löwendorf. Wie der MAZ jetzt bekannt wurde, ging es am Sonnabend und am Sonntag hoch her in dem Dorf an der Bundesstraße 246.

Eine lange angekündigte komplette Straßensperrung mit weiträumig ausgeschilderten Umleitungshinweisen sorgte am Wochenende dafür, dass trotz aller Vorkehrungsmaßnahmen sich im Ort die Fahrzeuge stauten, weil ihre Fahrer die Umleitungshinweise nicht wahr- oder nicht ernstgenommen hatten.

Vollsperrung wegen Straßenarbeiten

Der Grund für die notwendige Vollsperrung war die durchgehende und auf voller Straßenbreite erfolgende Erneuerung des Straßenbelags. Nach den zuvor durchgeführten Tiefbauarbeiten ist dies laut Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) die beste und vor allem dauerhafteste Lösung. Alles andere wäre Flickwerk gewesen, weil sonst das Wasser durch die Nähte eindringe und im Winter auffriere, was zu Schlaglöchern führe. Insofern sei diese Lösung für alle Löwendorfer und Trebbiner ein riesiger Gewinn, so Berger – eigentlich.

Doch das interessierte die Wochenendausflügler von außerhalb und sogar ein paar Anwohner offensichtlich nur einen feuchten Kehricht. Anstatt umzukehren und der – zugegebenermaßen – weiträumigen Umleitung zu folgen, schlugen sich einige über Feldwege durch, andere aber beharrten auf der angestammten Strecke.

Egoistische Kraftfahrer

Bürgermeister Berger selbst wurde Zeuge, „wie rücksichtslos und egoistisch viele Kraftfahrer sich im Straßenverkehr bewegen“. Dreimal fuhr Berger am Wochenende eigens nach Löwendorf und musste zusehen, „wie sich Autofahrer und Motorradfahrer nicht nur an den Sperren vorbei über die Bürgersteige illegal Durchfahrt verschafften, sondern durch eigenmächtiges Entfernen der Absperrungen die freie Weiterfahrt erkämpften“.

Die „größte Unverschämtheit“ erlebte Berger, als er sich mit seinem Fahrrad querstellte und jemanden an der Durchfahrt hindern wollte. Daraufhin wurde er gefragt, mit welchem Recht er das tue.„Ein Motorradfahrer hat sogar gefragt, ob ich hier der Abschnittsbevollmächtigte bin, oder warum ich mich so aufführe“, erinnert sich der Bürgermeister. Als solcher dürfte Berger den meisten Durchfahrenden nicht bekannt gewesen sein, aber es habe auch vereinzelt Anwohner gegeben, die den durchfahrtbegehrenden Kraftfahrern bereitwillig die Straßensperren beiseite räumten. Auf seinen Hinweis, dass dies illegal und ein schwerer Eingriff in den Straßenverkehr sein, musste sich Berger dafür noch ziemlich unpassende Bemerkungen anhören. Thomas Berger ist entsetzt, wie sich das Rechtsempfinden vieler Menschen inzwischen nur auf sich selbst bezieht, egal ob sie damit nun recht haben oder unrecht.

Wie dem auch sei: Im neuen Straßenbelag sind nun Spurrillen, weil er noch nicht ausgehärtet war. Berger hat sich Kennzeichen notiert und Anzeige bei der Polizei erstattet.

Von Hartmut F. Reck

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