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Kranzstechen in Niedergörsdorf

Tradition für Pferd und Reiter Kranzstechen in Niedergörsdorf

Jessica Kastner hat das siebte Kranzstechen in Niedergörsdorf gewonnen. Den Pokal des Ortsvorstehers konnte Jörg Münchmeier aus Genshagen mit nach Hause nehmen. Das Freizeitturnier ist mittlerweile wieder zur Tradition geworden und wird in mehrere Orten ausgerichtet.

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Pferd und Reiterin als Team beim traditionellen Ringstechen in Niedergörsdorf.

Quelle: Martina Burghardt

Niedergörsdorf. Ein eindrucksvolles Bild, das auch in Niedergörsdorf nicht alltäglich ist: Eine größere berittene Gesellschaft machte sich am Samstagnachmittag vom Bahnhof Niedergörsdorf aus auf den Weg zum Sportplatz im Mühlenweg. Dort hatten sich bereits die Zuschauer mit Kind und Kegel versammelt, um die Geschicklichkeit der 27 Reiter und 23 Pferde beim Kranzstechen zu beobachten, mit Bekannten zu plaudern, den selbst gebackenen Kuchen der Gastgeber im Festzelt zu genießen. Viele hatten es sich am frühen Nachmittag entlang der kurzen Strecke mit bestem Blick auf das Ringstechen, auch Kranzstechen genannt, auf Decken oder Gartenstühlen bequem gemacht und feuerten von dort aus ihre Favoriten an. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Niedergörsdorf organisiert dieses traditionelle Turnier seit fünf Jahren, den Hut hat dabei der Vorsitzende Fred Schulze auf. Die Familie hilft mit. Er und seine Schützlinge, die als Niedergörsdorfer Freizeitreiter antraten, gingen selbst mit an den Start.

Routiniert kümmerten sich die Vereinsmitglieder um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Angela Kastner aus Markendorf, selbst Reiterin, moderierte die Veranstaltung, deren Startschuss natürlich nicht abgefeuert, sondern ausgesprochen wird: „Sobald die Ringe hängen!“ Mit diesen Worten wurden die Reiter aufgefordert, ihr Geschick unter Beweis zu stellen.

Der kräftige Wind veranlasste das Organisationsteam recht früh, die Strecke „umzudrehen“. Das bedeutete, die Reiter mussten in die Sonne sehen und dabei die grünen Kränze aufspießen. Jeder Teilnehmer absolvierte drei Durchgänge und musste dabei jeweils drei Ringe erwischen. Große und kleine Pferde wurden getrennt gewertet. Die Entscheidung fiel im Stechen.

Nur Zehntelsekunden entschieden über die Platzierung der besten Reiterinnen. Über den Sieg freute sich Jessica Kastner auf Donna-Luna-Lataja vom Pferdehof Schwarze Perle Luckenwalde (5,31 Sekunden). Zweitbeste wurde Julia Kemper, Freizeitreiterin aus Niedergörsdorf, auf Don Gigolo (5,67 Sekunden). Auf dem dritten Platz landete Geraldine Hermans vom Reiterhof Lehmann Luckenwalde auf Romeo (5,81 Sekunden).

Die Beliebtheit dieser Freizeitturniere steigt, wie steigende Teilnehmerzahlen beweisen. Vor zwei Jahren noch waren 14 Reiter an den Start gegangen. Dabei gibt es in Niedergörsdorf nicht das einzige Ringstechen in der Region. Erst Pfingsten hatten sich die Reiter in Luckenwalde getroffen, schon am 20. Juni wird man sich in Grüna wiedersehen.

Ortsvorsteher Hilmar Ludwig zeigte sich am Ende des Wettkampftages zufrieden. „Alles hat gut geklappt, das Wetter hat gehalten und die Leute waren da“, sagte er. Er hat selbst für das Ringstechen einen Wanderpokal gestiftet. Den holte diesmal Jörg Münchener auf Frühlingsstern - in 4,15 Sekunden. Er müsste noch zwei weitere Male den Pokal gewinnen, damit er ihn behalten darf.

Von Martina Burghardt

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