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Kreative Ideen im klitzekleinen Kreis

Bürgerforum kaum besucht Kreative Ideen im klitzekleinen Kreis

Besucher waren beim Bürgerforum in der Gaststätte „Weißer Schwan“ Fehlanzeige. Und so blieben die 12 Akteure der Auftaktveranstaltung der Gesundheits- und Wohlfühlwoche unter sich. Karin Günther von der Initiative Gesundes Zossen war die Enttäuschung anzumerken, weil weder Bürgermeisterin noch Stadtverordnete der Einladung gefolgt waren.

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Ein Kleiderstübchen könnte in diesem Haus entstehen.

Quelle: Pechhold

Zossen. Die Enttäuschung war Gastgeberin Karin Günther von der Initiative Gesundes Zossen (IGZ) anzumerken. Beim Bürgerforum in der Gaststätte „Weißer Schwan“ blieben die zwölf Akteure unter sich. Dabei hätte die Auftakt-Veranstaltung der Gesundheits- und Wohlfühlwoche mehr Zuspruch verdient.

„Wir kämpfen wie die Löwen für Zossen“, sagt Günther. Deshalb sei es traurig, dass weder die Bürgermeisterin noch ein Stadtverordneter gekommen seien. „Eigentlich sind das die Akteure, die sich mit Gesundheit und Wohlfühlen in der Stadt befassen sollten.“

So wie es die IGZ-Mitstreiter seit 2010 tun, mittlerweile gemeinsam mit dem Berliner Immobilienentwickler Dirk-Henner Wellershoff. Schwerpunkt ist die Wiederbelebung des alten Krankenhauses. Auf dem rund 18 000 Quadratmeter großen parkartigen Anwesen soll eine Stadt in der Stadt entstehen, wo gesunde und pflegebedürftige Menschen generationsübergreifend wohnen, arbeiten und leben. Dafür setzt sich der in Gründung befindliche Verein „Die Lebensstadt“ ein. Am 1. Februar 2016 öffnet die Pflegeeinrichtung „Therapeutisch Intensives Wohnen“ (TIW) im ehemaligen Bettenhaus. „Wir betreuen Schwerstpflegebedürftige, die beispielsweise im Wachkoma liegen oder an ein Beatmungsgerät angeschlossen sind“, sagte TIW-Geschäftsführerin Judith Daniel. Das nächste Großprojekt könnte der Bau eines Pflegeheimes mit Hubschrauberlandeplatz sein. „Darüber bin ich in ernsthaften Gesprächen mit mehreren Gesellschaften“, sagte Investor Dirk-Henner Wellershoff.

Er würde dem DRK in dem Wünsdorfer Gebäude mit der Sparkassen-Filiale gegen eine kleine Miete Räume für ein Kleiderstübchen zur Verfügung stellen, wo es gut erhaltene Anziehsachen für wenig Geld gibt. „Wenn sich genügend Freiwillige finden, dann stellt das DRK sogar eine hauptamtliche Kraft ein“, sagte Karin Günther. Vielleicht melde sich ja jemand, der kurz vor der Rente stehe und schon immer mal einen Laden aufmachen wollte.

Die Dabendorfer Marktforscherin Ulrike Herrmann brachte sich selbst als regional kompetente Ansprechpartnerin für Stadtentwicklung ins Gespräch. „Wichtig ist, dass man weiß, wie die Leute ticken, und dieses Wissen dann mit kreativen Ideen verbindet.“ Herrmann stellte 2014 im Auftrag der Stadt Zossen gemeinsam mit dem Gebewerbeverein „Stadtmitte“ einen Ideen-Katalog auf. Kürzlich organisierte sie den ersten Tag der offenen Tür mit Bildungsmesse im Baruther Industriegebiet. Nun bewirbt sie sich darum, das Leitbild für die Gemeinde Am Mellensee weiterzuentwickeln.

Von Frank Pechhold

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