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Teltow-Fläming Krebskranke braucht Geld für Alternativtherapie
Lokales Teltow-Fläming Krebskranke braucht Geld für Alternativtherapie
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12:30 27.02.2018
Unheilbar an Krebs erkrankt: Marion Naumann aus Heinsdorf, hier mit ihre Tochter Melissa, die die Hoffnung nicht aufgibt. Quelle: Uwe Klemens
Heinsdorf

Ausgedehnte Spaziergänge durch die Natur, Möwen füttern am Ostseestrand, ab und zu mit einem guten Buch unter die Decke kuscheln und das Lachen ihrer Enkel genießen – die Wünsche von Marion Naumann sind keine ausgefallenen Dinge. Zeit, sich diese zu erfüllen, bleibt der Heinsdorferin trotz ihrer gerade mal 57 Lebensjahre nicht viel. „Etwa ein halbes Jahr, mehr nicht, vielleicht auch weniger, haben mir die Ärzte gegeben“, sagt die an Krebs erkrankte Mutter zweier erwachsener Kinder und dreifache Großmutter, die zusammen mit ihrem Mann Uwe ein kleines Eigenheim am Rande des Dahmer Ortsteils Niebendorf-Heinsdorf bewohnt.

Odyssee zwischen Diagnose, Operationen und Chemotherapien

Wäre nicht die Solidarität ihrer und der Geschwister ihres Mannes und der gemeinsamen Kinder, hätte sich die gelernte Zahnarzthelferin vielleicht schon aufgegeben. Denn die Odyssee zwischen Diagnose, Operationen und insgesamt 18 Chemotherapien ist lang und hat deutliche Spuren an Körper und Seele hinterlassen. „Dass so viele zu mir halten, tut gut und gibt mir Kraft“, sagt Marion Naumann. Doch auch der Zuspruch hat es nicht geschafft, den bösartigen, wegen seiner Größe inoperablen Bauchfellkrebs zu besiegen.

Plötzlich vermehrt auftretende Schwächeanfälle führten Marion vor eineinhalb Jahren zum Arzt. Bluttests bestätigten den schlimmen Verdacht. Die Hoffnung, dass eine OP und die anschließende Chemo Heilung bringen könnte, zerstob. Trotz der großen Belastung für den Körper und dem Risiko einer erneuten Lungenembolie, wie während der ersten Chemo-Serie, folgt im Sommer vergangenen Jahres die zweite. „Die dritte habe ich abgelehnt, weil sie mir bestenfalls ein paar Wochen Aufschub bringen würde, aber der Preis dafür zu hoch wäre“, sagt Naumann und beschreibt den Dämmerzustand und die enorme Schwächung fernab all dessen, was man gemeinhin als Lebensqualität empfindet.

Alternative Therapie ist letzte Hoffnung

So schnell nicht geschlagen geben wollte sich Marion Naumanns Tochter Melissa Bierbaum, die mit Mann und dreijähriger Tochter in Berlin lebt, seit der Krankheit ihrer Mutter aber wieder viel in ihrem Elternhaus ist. Bei ihrer intensiven Recherche stieß die 31-Jährige im Internet auch auf Alternativen zur schulmedizinischen Krebstherapie. Auf der Seite einer schweizer Heilpraktikantin entdeckten Mutter und Tochter schließlich die so genannte „Komplementäre Onkologie“.

„Diese Therapie setzt dort an, wo die Schulmedizin aufhört“, sagt Bierbaum, die, wie ihre Mutter, ebenfalls Zahnarzthelferin und so auch mit medizischen Zusammenhängen vertraut ist. „Dabei weiß es jeder: Chemotherapie zerstört den Körper. Aber keiner tut hinterher etwas, damit der Körper wieder aufgebaut wird. Bei der komplementäre Onkologie wird mittels genauer Analysen ermittelt, was der Körper braucht um sich selbst zu organisieren. Das, was ihm fehlt, bekommt der Körper durch Infusionen und spezielle Ernährung zurück.“

12 000 Euro werden benötigt

Auch wenn Marion Naumann weiß, dass auch diese Therapie am Ende nicht den Krebs besiegen kann, ist die größtmögliche Wiedererlangung ihrer Körperkräfte nun ihre größte Hoffnung. „Selbst in aussichtslosesten Fällen mit nur noch wenigen Wochen Lebenserwartung haben Studien gezeigt, dass noch drei oder vier Jahre längeres und lebenswertes Leben möglich ist“, sagt Bierbaum. Sobald möglich, will Marion Naumann in einer Klinik im Schwazwald mit der Therapie beginnen.

„Sobald möglich“ bedeutet konkret, so sie das nötige Geld zusammen hat. Etwa 12 000 Euro werden für die Behandlung und den sechwöchigen Aufenthalt für sie und eine Begleitperson benötigt. Da es sich um keine schulmedizinisch anerkannte Therapie handelt, verweigert ihr ihre Krankenkasse jegliche Unterstützung.

Aus diesem Grund haben die beiden Frauen Ende Januar im Internet ein Spendenportal eingerichtet, auf das sie nun alle ihre Hoffnungen setzen. unter „www.facebook.com/WennEngelHilfebrauchen“ und unter „www.leetchi.com/c/soziales-von-marion-naumann“ finden Interessierte alle notwendigen Angaben.

Von Uwe Klemens

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