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Teltow-Fläming Kreis-Führungsmannschaft wieder komplett
Lokales Teltow-Fläming Kreis-Führungsmannschaft wieder komplett
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00:19 16.12.2017
Die alten und neuen Beigeordneten – von links: Detlef Gärtner mit seiner Nachfolgerin Dietlind Biesterfeld (beide SPD), dahinter Johannes Ferdinand (CDU), Landrätin Kornelia Wehlan und ihre Stellvertreterin und Erste Beigeordnete Kirsten Gurske (beide Linke). Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Der Landkreis Teltow-Fläming hat wieder eine komplette politische und administrative Führungsmannschaft – auch wenn sie überwiegend weiblich ist. Landrätin Kornelia Wehlan (56/Linke), die gerade die Hälfte ihrer achtjährigen Amtszeit hinter sich gebracht hat, stehen ab dem neuen Jahr wieder drei Beigeordnete zur Seite.

Beigeordnete sind politische Wahlbeamte, die für den Zeitraum von acht Jahren gewählt werden. Dies tat der Kreistag bei seiner Sitzung am Montagabend.

Neuer Führungskreis

Zum Führungskreis gehört wieder Wehlans Genossin Kirsten Gurske (57). Die Berlinerin war bereits die vergangenen acht Jahre ihre Stellvertreterin als Erste Beigeordnete. Als Sozialdezernentin und Interims-Landrätin nach der Abwahl von Ex-Landrat Peer Giesecke (SPD) und der Wahl Wehlans, hat Gurske eine ordentliche Arbeit abgeliefert und sich als Verwaltungsfachfrau einen Namen gemacht. Sie behält ihren bisherigen Arbeitsbereich. Gurske erhielt 41 Ja- und zehn Gegenstimmen.

Auch nicht mehr ganz neu in der Kreisverwaltung ist Johannes Ferdinand (56). Vor drei Jahren wurde der Diplom-Kaufman aus dem Rheinland als parteiloser Fachmann zum Kämmerer berufen. In diesem Amt bewies er eine bis dahin dort nicht gekannte Kompetenz. Zusätzlich begünstigt durch den konjunkturellen Aufschwung und den Anstieg der Einnahmen gelang es ihm, den hoch verschuldeten Landkreis aus der Finanzkrise und aus der Haushaltssicherung zu führen. Inseiner neuen Heimat fand er inzwischen bei der CDU auch eine politische Heimat. Und die ist stolz, erstmals seit der Gründung des Landkreises vor 24 Jahren einen der ihren als Beigeordneten stellen zu können. Ihm werden das Hauptamt, die Kämmerei, das Rechtsamt und das Amt für Bildung und Kultur unterstehen. Ferdinand wurde mit 41 Ja- und elf Nein-Stimmen gewählt.

Nicht ganz unbekannt

Ganz neu in der Kreisverwaltung aber nicht ganz unbekannt im Landkreis ist Dietlind Biesterfeld (49). Die Volljuristin arbeitete bisher als Richterin in Berlin und wohnt in Blankenfelde-Mahlow, wo sie (noch) als Gemeindevertreterin fungiert. Dieses Mandat muss sie nun aufgeben. Von 2014 bis 2016 war sie Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Teltow-Fläming und kennt sich von daher im Landkreis gut aus. Als Beigeordnete wird sie das Dezernat IV leiten zunächst mit Ordnungsamt, Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt, Umweltamt und Landwirtschaftsamt und zuständig sein für den Katastrophenschutz. Biesterfeld erhielt bei der Wahl 37 Ja-Stimmen und 14 Nein-Stimmen.

Dietlind Biesterfeld folgt dem langjährigen Beigeordneten Detlef Gärtner (SPD), der in den Ruhestand geht, aber ehrenamtlich weiter für den Kreis als Flughafenumfeldkoordinator tätig sein soll, wie die Landrätin ankündigte. Gärtner verabschiedete sich mit einer emotionalen Rede von den Kreistagsabgeordneten. Der aus Hessen stammende und in Rangsdorf lebende Jurist sagte, dass ihm beruflich nichts besseres hätte passieren können, als für diesen Landkreis zu arbeiten. Die Abgeordneten quittierten das mit stehendem Applaus.

Bereits davor hatten sie sich alle von ihren Stühlen erhoben, als die Landrätin sich bei den beiden Amtsleitern Silke Neuling und Karsten Dornquast dafür bedankte, dass sie so lange die beiden vakanten Dezernate neben ihrer eigentlichen Tätigkeit geleitet hatten.

Kritik kam von Hans-Stefan Edler (AfD), dass sich die Kandidaten dem Kreistag nicht vorgestellt haben. Die Wahlempfehlung für die drei Beigeordneten hatte ein Wahlvorbereitungsausschuss ausgesprochen, in dem alle Kreistagsfraktionen vertreten waren.

Von Hartmut F. Reck

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