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Kreis fordert Nachbesserungen

Niederer Fläming Kreis fordert Nachbesserungen

Der neue Flächennutzungsplan von Niederer Fläming sieht zugleich größere Abstande von Windrädern zur Wohnbebauung und größere Flächen für Windräder vor. Der Kreis hat die Gemeinde aufgefordert, Fristen festzulegen, wie lange Windräder außerhalb der neuen Konzentrationsflächen stehen bleiben dürfen.

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Torsten Braune und Anja Bruckbauer mit dem neuen Plan.

Quelle: Foto: Degener

Lichterfelde. Seit 2013 arbeitet die Gemeinde Niederer Fläming an der dritten Änderung ihres Flächennutzungsplans. Die nur acht Änderungen umfassen einige Details, wie die Erlaubnis von Wohnen oder Gewerbe, wo dies bisher nicht erlaubt ist. Doch die größten Nutzungsänderungen von Flächen betreffen die Windenergie.

Nach erneuter Betrachtung des Gemeindegebiets in einem Gutachten sowie wegen Änderungen im Waldgesetz hat sich die Zahl der Windkonzentrationsflächen erhöht. Neben den Arealen bei Hohengörsdorf und Hohenseefeld ist Schlenzer hinzugekommen. Bei Hohengörsdorf ist die Konzentrationsfläche nun mehr als doppelt so groß, weil ein 260 Hektar großes Waldstück als „Repowering-Areal“ im Plan verzeichnet ist. Dort sollen langfristig leistungsstarke Anlagen errichtet werden, wenn im Gegenzug anderswo alte Windräder abgebaut werden. Damit könnten alle Anlagen außerhalb der Konzentrationsflächen verschwinden. Laut dem neuen Plan befinden sich statt bislang neun Anlagen künftig durch größeren Abstand zur Wohnbebauung 21 Windräder außerhalb dieser Flächen. Die meisten davon in Hohenseefeld.

„Es gibt in diesem Bereich Anlagen, die noch nicht errichtet wurden, aber eine gültige Genehmigung haben“, sagt Torsten Braune, Bauamtsleiter von Niederer Fläming. So wird es in Hohenseefeld zwar in vielen Jahren einen größeren Abstand der Räder zur Wohnbebauung geben – bis dahin werden einige Anlagen innerhalb der neuen 1126 Meter tiefen Abstandszone errichtet.

Gerade das „Repowering“-Areal wurde bislang vom Kreis noch nicht genehmigt – es fehlt eine angemessene Frist für den Rückbau von Anlagen außerhalb der Konzentrationsflächen. Diese Frist müssen die Gemeindevertreter festlegen und dabei zwischen Anlagenbetreibern und der Bevölkerung abwägen. Erst dann kann der Plan erneut zur Prüfung an das Kreisentwicklungsamt gehen. Vermutlich tritt er deshalb frühestens Anfang 2017 in kraft.

Schon in der Vergangenheit hatte sich die Fertigstellung verzögert. „Das Verfahren war sehr mühselig, weil die übergeordneten Regional- und Landesentwicklungspläne gekippt wurden“, sagt Braune. Den Vorteil des gemeindeeigenen Plans beschreibt Anja Bruckbauer vom verantwortlichen Planungsbüro: „Was darin festgelegt ist, bleibt auch dann bestandskräftig, wenn die übergeordneten Pläne wieder kippen sollten.“

Von Peter Degener

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