Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Kreis kündigt Vertrag mit Quellenhof-Betreiber
Lokales Teltow-Fläming Kreis kündigt Vertrag mit Quellenhof-Betreiber
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 23.02.2016
Ärger mit Campanet: Wegen nicht beseitigter Mängel mussten 55 Flüchtlinge vor einer Woche aus dem Quellenhof ausziehen. Quelle: Josefine Sack
Anzeige
Jüterbog

Die Kritik am Betreiber des leergezogene Flüchtlingsheims im Jüterboger Quellenhof reißt nicht ab. Neue Vorwürfe kommen hinzu. Nun hat der Landkreis den Vertrag mit der Betreiberfirma Campanet „außerordentlich gekündigt“, wie Sozialdezernentin Kirsten Gurske am Montag auf MAZ-Anfrage schriftlich mitteilte. Vor einer Woche ließ der Kreis die Unterkunft wegen baulicher Mängel räumen.

„Grund dafür ist neben der Nichterfüllung wesentlicher Regelungen des Betreibervertrages auch der Widerruf der Anerkennung als Gemeinschaftsunterkunft durch das Landesamt für Soziales und Versorgung des Landes Brandenburg“, erläuterte Gurske.

Die Campanet GmbH mit Sitz in Freiberg (Sachsen) betreibt noch ein Wohnheim in Jüterbog. Im Waldauer Weg wohnen knapp 120 Flüchtlinge, ein Großteil davon Männer. Erst vergangene Woche hatte ein Asylbewerber dort randaliert, eine Woche zuvor hatte ein anderer die 64 Jahre alte Heimleiterin bedroht, so dass diese die Polizei verständigen musste. Ob angesichts der Probleme auch im Waldauer Weg eine Kündigung des Vertrags geplant ist, wollte beim Kreis am Montag niemand bestätigen. „Der Landkreis überwacht – wie in allen Übergangswohnheimen – auch am Standort Waldauer Weg regelmäßig die Einhaltung der vertraglichen und gesetzlichen Regelungen. Das betrifft auch die Gewährleistung der sozialen Betreuung der Flüchtlinge gemäß den gesetzlich geforderten Qualitätsstandards“, ließ Sozialdezernentin Gurske mitteilen.

Unterdessen hat Campanet überraschend die beiden Heimleiter des Wohnheims im Waldauer Weg entlassen. Der Rechtsanwalt Jonas Krainbring, über den Campanet ausschließlich mit der Presse kommuniziert, bestätigte die Kündigung: „Diese erfolgte aus verhaltensbedingten Gründen. Zwischen unserer Mandantschaft (Campanet, Anm. d. Red.) und der Heimleitung gab es nicht mehr zu überbrückende Differenzen. So weigerte sich die Heimleitung regelmäßig, dienstlichen Anweisungen nachzukommen“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme. Darin werden mangelhafte Englischkenntnisse sowie die mangelnde Pflege der Unterkunft als Kündigungsgründe genannt.

Aus Angst vor Schikanen ihres Noch-Arbeitgebers wollten sich die entlassenen Mitarbeiter nicht offiziell zu Wort melden. Beide haben Hausverbot im Waldauer Weg. Aus Kreisen der Flüchtlingshilfe erfuhr die MAZ, dass sich das Ehepaar von Campanet im Stich gelassen fühlte. Immer wieder hatte es um personelle Unterstützung gebeten. Zuletzt gab es in der Unterkunft nicht einmal einen Sozialarbeiter. In ihrer Not informierten die Heimleiter das Landratsamt über die Missstände, was ihnen offensichtlich zum Verhängnis geworden ist.

Mit einer Räumaktion am Quellenhof sorgt Campanet weiter für Ärger: Dort entsorgten Mitarbeiter das verbliebene Hab und Gut der kürzlich nach Hennickendorf gezogenen Bewohner. Campanet ließ dazu mitteilen: „Bezüglich der Entsorgung ist es so, dass hier sämtliche Gegenstände eingelagert werden. Dazu zählen selbst nicht mehr funktionstüchtige Fahrräder. Insoweit alte Decken während des Umzugs so stark verschmutzt wurden, dass eine sinnvolle Reinigung nicht mehr möglich war, wurden diese entsorgt.“ Babybetten und ähnliche Einrichtungsgegenstände habe man nicht entsorgt. „Gerade aufgrund der aktuell schwierigen Beschaffungssituation wäre eine solche Entsorgung auch für meine Mandantschaft vollkommen unsinnig“, heißt es weiter. Vor Ort sieht die Lagerung anders aus: Gespendete Fahrräder, TV-Geräte, Kinderbetten, Decken und Küchenutensilien lagern zwischen Abfall in einem offenen Container.

Von Josefine Sack

Teltow-Fläming Kirchenorgel wird saniert - Baustelle auf der Empore

Die Orgel in der Ludwigsfelder Kirche ist auseinandergenommen worden, sie wird derzeit saniert. Sie hatte in den vergangenen Jahren viel Dreck abbekommen, dadurch waren die Töne nicht mehr sauber zu hören. Die Kirchengemeinde braucht allerdings noch Spenden für die Sanierungskosten.

26.02.2016

Große Schäden am Rohrteich-Sportplatz erschweren den Athleten nicht nur das Training, sondern machen Wettkämpfe unmöglich. Zu groß ist die Verletzungsgefahr für die Sportler. Für eine Erneuerung fehlte der Stadt bisher das Geld – doch nun gibt es offenbar Hoffnung für den maroden Platz.

23.02.2016

Was Hänschen nicht lernt... , lernt man als Erwachsener meist weitaus mühevoller. Auf spielerische Art und Weise lernen die Jungen und Mädchen der Jüterboger Kita am Zinnaer Tor den Umgang mit der englischen Sprache. Ihre Lehrerin Christina Unnerstall hält das für den Schlüssel, um später die Welt besser zu verstehen.

26.02.2016
Anzeige