Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Kreis unterstützt Kraftwerksidee trotz Bedenken
Lokales Teltow-Fläming Kreis unterstützt Kraftwerksidee trotz Bedenken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 28.08.2015
Hermetia-Chef Peter Katz (r.) zeigt die Nützlingsproduktion. Quelle: Reck
Anzeige
Baruth

Dort wo Fliegen als Proteinspender und Insekten als Nützlinge gezüchtet werden, tagte jüngst der Landwirtschafts- und Umweltausschuss des Kreistags von Teltow-Fläming. Nachdem sich seine Mitglieder bei dem Unternehmen Hermetia im Baruther Industriegebiet über alternative Nahrungsquellen für Tiere und die biologische Schädlingsbekämpfung informiert hatten, ging es um alternative Energiequellen und deren Speicherung auf dem Gebiet der ehemaligen Heeresversuchsstelle Kummersdorf-Gut.

Beraten wurde ein Antrag der SPD-Fraktion, ergänzt von der Links- und der CDU-Fraktion, wonach der Kreistag die Initiative der Kommunen Am Mellensee, Nuthe-Urstromtal, Trebbin, Luckenwalde und Ludwigsfelde unterstützen soll, das Projekt eines Multi-Energie-Kraftwerks Sperenberg (MEKS) auf dem Gelände der einstigen militärischen Versuchsanstalt voranzubringen. Hier soll nach den Vorstellungen der Kommunen und eines Industrie- und Forschungskonsortiums der aus Windkraft und Photovoltaik gewonnene Strom zu Wasserstoff verarbeitet und gespeichert oder ins Gasnetz einsgespeist werden.

Dies sei keine Alibi-Maßnahme, um im Regionalplan nicht vorgesehene Windräder zu installieren, betonte Peter Mann. Der Leiter des Luckenwalder Stadtplanungsamts ist von den Bürgermeistern der genannten Kommunen mit der Koordinierung des Projekts beauftragt worden. Es gehe zunächst auch gar nicht darum, hier einen Windpark zu errichten, so Mann, sondern zunächst einmal die AG zu gründen. Die Gemeindevertreter von Nuthe-Urstromtal und Am Mellensee sowie die Stadtverordneten von Trebbin haben dem bereits zugestimmt. Luckenwalde und Ludwigsfelde werden demnächst folgen.

Kritische Nachfragen gab es von den Vertretern der Bauaufsicht, des Denkmalschutzes und des Umweltamtes der Kreisverwaltung, die durch das Projekt ihre Belange gefährdet sehen. Das führte aber zur ebenso kritischen Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Danny Eichelbaum (CDU), ob die Position der Verwaltung nicht abgestimmt sei. Immerhin liege eine schriftliche Stellungnahme von Landrätin Kornelia Wehlhan (Linke) vor, die das Projekt grundsätzlich befürworte. Der Beigeordnete Holger Lademann (FDP) beeilte sich zu betonen, dass es sich um eine abgestimmte Stellungnahme der Verwaltungsleitung handle.

Der Antrag wurde bei einer Gegenstimme (Plan B) mehrheitlich beschlossen.

Von Hartmut F. Reck

Teltow-Fläming Bürgermeister sauer über fehlende Lehrerstelle - Erste Klassen in Großbeeren extra groß

Der Großbeerener Bürgermeister Carl Ahlgrimm ist sauer: An der örtlichen Grundschule kann keine vierte erste Klasse eingerichtet werden, obwohl das bei 76 angemeldeten ABC-Schützen eigentlich nötig wäre. Grund dafür: Das Land hat keine Lehrerstellen mehr. Gleichzeitig wächst das Hortproblem der Gemeinde: In dem eigentlich nur für 140 Kinder gebauten Hort sind jetzt 226 angemeldet.

27.08.2015

Vor 20 Jahren wagten sich Frank Lienig und sein Vater Helmut mit der Verarbeitung von Wildfrüchten wie Aronia, Sanddorn und Topinambur zu Säften, Konzentraten, Pulvern in Dabendorf auf Neuland. Heute ist die „Lienig Wildfrucht-Verarbeitung“ deutschlandweit Marktführer in Sachen Topinambur. Jährlich werden rund 1000 Tonnen der gesunden Knolle ausgepresst.

24.08.2015

Während sich am Sonntag die Spitzenreiter aus Europa bei der EM in Aachen beim Hindernisspringen zu Höchstleistungen trieben, feierten auch andere Reiter ihren Sport. Beim traditionellen Reitertag wurde gleichzeitig auch Geburtstag des Gastgebervereins gefeiert.

24.08.2015
Anzeige