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Teltow-Fläming Kreise rechnen mit mehr Wohngeldanträgen
Lokales Teltow-Fläming Kreise rechnen mit mehr Wohngeldanträgen
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08:48 16.03.2016
Wer wenig verdient, kann einen Zuschuss beantragen. Seit Januar gibt es mehr Wohngeld. Quelle: Foto: Fotolia
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Dahmeland-Fläming

Die Kreisverwaltungen in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming rechnen in diesem Jahr mit deutlich mehr Anträgen auf Wohngeld als im vorigen Jahr. Der Grund: Der Bund hat zum Januar dieses Jahres das Wohngeldgesetz geändert. „Die Höchstbeträge wurden angehoben, mehr Leute haben dadurch Anspruch auf Wohngeld, insofern ist es folgerichtig, wenn auch mehr Anträge eingehen“, sagt der Sozialdezernent des Landkreises Dahme-Spreewald, Carsten Saß (CDU).

Der Gesetzgeber hat die Zuschüsse erstmals seit 2009 an die Bruttokaltmiete und die gestiegenen Verbraucherpreise angepasst. Auch die Entwicklung der Heizungs- und Warmwasserkosten wurden berücksichtigt. In der Folge dürfen sich alle, die auf Wohngeld angewiesen sind, über eine Erhöhung freuen. Allerdings fällt diese Erhöhung je nach Wohnort unterschiedlich aus. Ein Rentnerehepaar mit niedriger Rente etwa kann in Jüterbog jetzt maximal auf 378 Euro Zuschuss hoffen. Bisher war für sie dort ein Zuschuss in Höhe von 352 Euro möglich. In Blankenfelde-Mahlow könnte das gleiche Rentnerehepaar dagegen bis zu 526 Euro bekommen. Im vergangenen Jahr lag der Höchstbetrag dort noch bei 435 Euro.

Die Unterschiede hängen mit den Mietstufen zusammen, die der Bund für jede einzelne Gemeinde festgelegt hat. Während Jüterbog aufgrund seines relativ entspannten Wohnungsmarktes und der günstigen Mieten in der niedrigsten Miestufe  1 liegt, wurde Blankenfelde-Mahlow genau wie Schönefeld in Mietstufe 4 eingestuft. Alle anderen Städte und Gemeinden der Region liegen dazwischen. Diese Mietstufen wurden allerdings ebenfalls angepasst, bei einigen Kommunen nach oben, im Landkreis Dahme-Spreewald aber bei vielen auch nach unten. Zeuthen etwa wurde von Stufe 3 auf Stufe 2 herabgestuft. Dadurch liegen die neuen Höchstbeträge jetzt zwar noch immer über dem, was Leistungsbezieher dort bislang erhalten konnten. In Königs Wusterhausen, das in Mietstufe 3 geblieben ist, können Wohngeldempfänger aber deutlich mehr bekommen. Ein Beispiel: Besagtes Ehepaar hätte bisher sowohl in Königs Wusterhausen als auch in Zeuthen bis zu 402 Euro Zuschuss zur Miete beziehen können. In Königs Wusterhausen könnte das Paar jetzt 473 Euro beziehen, in Zeuthen nur 425 Euro.

Beim Bund hofft man, dass das Wohngeld dadurch wieder aufgewertet wird. In den vergangenen Jahren hatte die Zahl der Wohngeldempfänger immer weiter abgenommen. Im Landkreis Dahme-Spreewald etwa hatte sich die Zahl der bewilligten Wohngeldanträge zwischen 2011 und 2015 halbiert. Während im Jahr 2011 noch 3284 Anträge auf Mietzuschuss bewilligt wurden, waren es 2015 nur noch 1570. Im Landkreis Teltow-Fläming sind im vergangenen Jahr sogar nur 996 Anträge bewilligt worden. In dieser Zahl sind allerdings die Daten aus Luckenwalde und Ludwigsfelde nicht enthalten. Beide Städte halten eigene Wohngeldstellen vor.

Carsten Saß erklärt den deutlichen Rückgang mit der sinkenden Arbeitslosigkeit und gestiegenen Einkommen. Gerade den steigenden Einkommen wurde mit der jetzigen Gesetzesnovelle Rechnung getragen. „Wer im vergangenen Jahr mit seinem Antrag nicht berücksichtigt wurde, weil er über der Einkommensgrenze lag, kann in diesem Jahr deshalb durchaus mehr Glück haben“, sagt er. In Teltow-Fläming haben sich die gestiegenen Chancen offenbar schon herumgesprochen. In den ersten zwei Monaten des Jahres wurden in der Wohngeldstelle bereits 310 Anträge positiv beschieden.

Das Wohngeld wird normalerweise für zwölf Monate bewilligt. Wer den Zuschuss 2015 beantragt hat, muss also eigentlich nichts tun. Die Behörde berücksichtigt das höhere Wohngeld und zahlt diesen Betrag auch.

Von Oliver Fischer

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