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Kreiskantor bringt Garten zum Klingen

Reihe „Klingende Gärten“ Kreiskantor bringt Garten zum Klingen

Musik lag am Montagabend in Rangsdorf in der Luft: Die Reihe „Klingende Gärten“ war bei Familie Wolffgramm zu Gast. Mit dabei: Kirchenkreiskantor Peter-Michael Seifried. Er war mit elektronischem Piano und Notenblättern im Gepäck angerückt und leitete die spontane Chorgemeinschaft, an der sich alle Gäste beteiligen können.

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Peter-Michael Seifried im Garten der Familie Wolffgramm.
 

Quelle: Andrea von Fournier

Rangsdorf.  Spaziergänger, die am lauen Montagabend durch die Rangsdorfer Kurparkallee kamen, mögen ihren Ohren kaum getraut haben: Live-Gesang und Klaviermusik lagen in der Luft. Die kamen aus dem Garten des Ehepaars Wolffgramm, das seine grüne Oase in diesem Jahr zum zweiten Mal als Veranstaltungsort für „Klingende Gärten“ zur Verfügung gestellt hatte.

Der Kirchenkreis Zossen-Fläming ist Ideengeber der musikalischen Treffs zum Offenen Singen, bei denen sich die Sänger überwiegend in Privatgärten, aber auch in Pfarr- und Kirchgärten versammeln. Über ein Dutzend solcher Orte gibt es bereits zwischen Mahlow, Jüterbog, Nudow und Münchehofe. Zu jedem dieser Abende kommt Kreiskantor Peter-Michael Seifried mit dem elektronischen Piano und Notenblättern im Gepäck und leitet die spontanen Chorgemeinschaften. Seine Idee war es 2013, solche Treffen in möglichst vielen Privatgärten zu veranstalten. In der Jüterboger Region hatten sich vier Gartenbesitzer für die „Klingenden Gärten“ gefunden und baten Seifried zur Verstärkung hinzu. „Das wollte ich gern tun, die Initiative aber in den ganzen Kirchenkreis tragen“, erinnert sich der Kirchenmusikdirektor. Den Tag entspannt ausklingen zu lassen und bei Wasser oder Wein mit seinen Nachbarn alte Volksweisen, selten Gesungenes oder geistige Lieder zu singen, ist das Anliegen der Reihe. „Randsänger“, Christen und Interessierte, die sonst keinen Pfarrgarten betreten, zusammen zu bringen erhoffte sich Seifried davon – und die Rechnung geht auf.

Im Familiengarten von Eckhardt und Heide Wolffgramm kamen zwei Dutzend Männer und Frauen zusammen. Viele machten einen Gartenrundgang, bevor sie sich auf den im Halbkreis aufgestellten Stühlen und Bänken niederließen. Peter-Michael Seifried kam spät, absolvierte aber routiniert einen 90-minütigen Sangesparcours. Nach „Hoch auf dem gelben Wagen“ oder „In einem kühlen Grunde“ zur Einstimmung stellte der Kantor erfreut fest, dass der Gesang deutlich kräftiger geworden sei. Da könne man sich an schwierige Sachen wagen: „Sie sind bestimmt eine fromme Gemeinde hier, da habe ich fromme Lieder mitgebracht“, scherzte er. Ein „Rundgesang“, also ein Text in Schneckenform von außen nach innen geschrieben, trieb den Sängern den Schweiß auf die Stirn , bevor „Ehre sei Gott“ auf Spanisch und Deutsch erklang. Kleine Trinkpausen zwischendurch wurden zum Verteilen neuer Notenblätter und angeregte Unterhaltung genutzt.

Keine Frage, Musiker und Sänger fühlten sich wohl bei Plauderei und Gesang an diesem gastlichen Ort.

Info : Den Kreiskantor kann man am 25. Juli um 19 Uhr zum „Kapellenabend“ wieder in Rangsdorf in Aktion erleben, wenn er über Jochen Kleppers Leben, Lieder und Schicksal in bedrängenden Zeiten spricht und musiziert.

Von Andrea von Fournier

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