Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Kreisreform: 2000 zusätzliche Bürger gesucht

Dahme Kreisreform: 2000 zusätzliche Bürger gesucht

Dahme will als Amt nicht im Zuge der Kreisgebietsreform untergehen. Bereits jetzt führt die Verwaltung erste Gespräche mit Nachbarkommunen über Fusionen. Denn das Amt mit seinen drei Gemeinden zählt nur 6000 Einwohner – 8000 braucht es mindestens zum Überleben.

Voriger Artikel
Seehotel zwischen Wellness-Oase und Großbaustelle
Nächster Artikel
Reichsbürger wegen Beleidigung verurteilt

Dahme

Quelle: Alexander Engels

Dahme. Das Leitbild zur Kreisgebietsreform des Landes liegt vor – und wurde am Donnerstagabend sofort von den Dahmer Stadtverordneten diskutiert. Nach Landesvorgaben soll eine ländliche Gemeinde oder ein Amt künftig mindestens 8000 Einwohner haben. Um dieses Ziel zu erreichen, fehlen dem Amt Dahme etwa 2000 Bürger. Die Kommune streckt deshalb ihre Fühler aus.

„Wir brauchen mindestens eine weitere Gemeinde“, sagt Marco Dastig (Freie Wähler). Der Fraktionsvorsitzende hatte die aktuelle Stunde in der Stadtverordnetenversammlung genutzt, Gedanken zur Kreisgebietsreform auszutauschen. Seine Fraktion habe mögliche Partner „im Blick“, sagte er. Für die Freien Wähler kommen die Gemeinde Niederer Fläming, die Stadt Baruth und die Gemeinde Heideblick (Dahme-Spreewald) in Frage. Das Amtsgebilde mit der bisherigen Verwaltung sollte erhalten bleiben. „Es hat sich bewährt“, begründete Marco Dastig. Er sieht in der Kreisreform auch „große Risiken“, sagte er, „für Bürger werden Wege zur Verwaltung länger.“

Bürgermeister Thomas Willweber (Freie Wähler)

Bürgermeister Thomas Willweber (Freie Wähler).

Quelle: MAZ

Dennoch: „Wir sollten aktiv werden“, sagte Andre Weigt (Dahmer Umland), „von unseren Ideen sind allerdings zwei weitere Gemeinden betroffen.“ Wie Dahmes Bürgermeister Thomas Willweber (Freie Wähler) sagte, wurden die Gemeinde Heideblick und die Stadt Baruth schon angeschrieben, um das Interesse abzuklopfen. Die Gemeinde Niederer Fläming hatte von sich aus Interesse an einem gemeinsamen kommunalen Gebilde signalisiert (die MAZ berichtete). Vertreter der Nachbargemeinde hatten ihre Vorstellungen jüngst im Amtsausschusssitzung dargelegt. Im nächsten Schritt soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden.

„Wir müssen unbedingt die Bevölkerung einbeziehen“, sagte Matthias Ochs (SPD). Auch er ist dafür, sich mit den Nachbarkommunen über ein mögliches Zusammengehen zu verständigen. Thomas Willweber geht davon aus, „dass wir aus der Reform gestärkt hervorgehen“. Um die nötigen 2000 Einwohner zu gewinnen, will er nicht warten: „Den Letzten beißen die Hunde. Nur wer frühzeitig aktiv wird, kann etwas gestalten.“

Hans-Georg Nerlich (Landleben) regte an zu überlegen, „ob die kleinen Gemeinden des Amtes Dahme dann noch selbstständig bleiben sollten“. Die Freien Wähler favorisieren das Amtsgebilde wie Karsten Schmidt sagt: „Wir wollen Dahme als Amtssitz behalten.“

Von Andreas Staindl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg