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Teltow-Fläming Kreiswettbewerb der Nachwuchssanitäter
Lokales Teltow-Fläming Kreiswettbewerb der Nachwuchssanitäter
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05:30 11.04.2016
Das Opfer ist bewusstlos. Deshalb: stabile Seitenlage. Quelle: Krischan Orth
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Ludwigsfelde

Eine Verpuffung im Heizkeller des Familientreffs, ein lauter Knall. Schüler drängen panisch ins Freie. Dabei stürzen mehrere Kinder auf der Treppe und bleiben verletzt am Boden. Gott sei Dank ist das nur eine nachgestellte Szene, aber sie wird trotzdem behandelt wie ein echtes Szenario. Es ist Sonnabend, der Jugendrotkreuz-Kreiswettbewerb in Ludwigsfelde. Das Planspiel heißt: „Erste Hilfe Gruppenaufgabe“.

Gruppenführerin Katja Brille teilt ihre Gruppe auf die Darsteller auf, die die verletzten Opfer spielen. Johannes Behrens legt die Hand auf die Schulter eines Jungen, der am Boden sitzt. Er verwickelt ihn in ein Gespräch, fast beiläufig verpasst er ihm einen Kopfverband für seine aufgemalte Platzwunde.

Johannes Behrens ist – genau wie sein Patient – Mitglied des Schönefelder Ortsverbands des Jugendrotkreuzes (JRK) der Altersklasse zwei. Dort mischen Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren mit.

„In diesem Jahr haben wir nur einen Kfz-Verbandskasten für die ganze Gruppe“, erklärt Christian Globig, Ausbilder der Schönefelder Mannschaft, die Herausforderung des diesjährigen Wettbewerbs. Schiedsrichter Sven Paeth bewertet die Leistung der Schönefelder. „Am Anfang hätten wir vielleicht schneller sein können“, glaubt Johannes. Sven Paeth aber lobt die Gruppe. Sie habe schnell reagiert und sofort auch den vierten Verletzten erkannt, der nicht am Boden lag.

Erst praktische Übung, dann Wissensquizz

Nun geht es mit einem Wissensquiz weiter. Neben den Erste Hilfe- Aufgaben gilt es eine Rallye mit zwölf Stationen, Wissenstests und Geschicklichkeitsprüfungen zu meistern. Der Schwierigkeitsgrad variiert je nach Altersklasse.

Sieben Mannschaften aus fünf Ortsverbänden sind angetreten. Mit dem Kreiswettbewerb können sich die siegreichen Teams für die Landesmeisterschaften qualifizieren.

„Wer schrieb das Buch ’Erinnerungen an Solferino’“, lautet eine der Fragen. Für JRK-Mitglieder eine leichte Aufgabe, denn es geht um den Begründer des Roten Kreuzes, Henry Dunant. Auf dem Schlachtfeld sah er zahlreiche verwundete und verstümmelte Soldaten. Dunant beschloss, allen zu helfen, ohne Blick auf ihre Nationalität.

Hauptsache helfen

Das ist auch ein Gedanke, der die Jugendlichen beim JRK bewegt. „Ich kann es nicht richtig beschreiben“, sagt Simon Rzepka aus Wildau. „Aber der Drang zu helfen ist bei mir einfach da.“ Er hat gerade vor dem City-Treff die Einzelaufgabe gelöst. Auch die Schönefelder Gruppe steht vor dieser Herausforderung. Johannes kümmert sich diesmal um einen Bewusstlosen. Er kontrolliert die Atmung und legt den Patienten in die stabile Seitenlage. Zugleich erklärt er ruhig jeden Schritt, den er vornimmt.

„Wenn ich mal bewusstlos bin, möchte ich genau so behandelt werden“, sagt Domenik Köppen, Notfalldarsteller, nach der Maßnahme. „Ich habe mich richtig geborgen gefühlt.“ Die geschminkten Verletzten kommen aus Königs Wusterhausen. Sie sind Schulsanitäter und helfen selbst bei Unfällen von Mitschülern.

Marlis Dümke betreut den Rot-kreuz-Nachwuchs an der Paul-Maar-Grundschule in Großziethen. Für sie steht der Spaß während der Ausbildung im Vordergrund. „Ich möchte den Kindern vor allem eins beibringen: Es ist nur falsch, wenn sie nicht handeln.“

Von Krischan Orth

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